aber dafür erfreue ich euch mit der wertvollen information, dass die heurige skipistenmodefarbe fürs gewand rot ist. skier dürfen wahlweise gelb oder rot sein. alles andere ist sehr suspekt. und dass ich bei gerade einmal einer viertelstunde mittagspause nur als "sportlicher hobbyfahrer" gewertet bin, finde ich nun auch sehr enttäuschend.
aber schön war´s schon;-) und das bin selbstverständlich ich in blau.
la-mamma - 30. Dez, 18:56
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manchmal denke ich, ich habe einfach schon die meisten anderen süchte hinter mir. es würde mir zum beispiel leicht fallen, den beitrag "warum ich nicht mehr chatte" zu verfassen. auf den beitrag "warum ich nicht mehr rauche" könnte ich richtig stolz sein. und "warum ich nicht mehr für jeden zu haben bin", liegt für mich selbst auch nicht nur am alter. "warum ich jedes buch fertig lese", fragte ich mich auch manchmal, aber diese sucht macht mir schlicht freude.
ich bin auch durchs gelesen werden wollen zum bloggen gekommen und weil mir schreiben spaß macht. lange früher waren nämlich ein gewisser herr h. (aber nicht mein "der h." sondern der erste da rechts auf der linkliste) und ich uns einig, dass es wohl nichts sinnloseres gebe, als täglich die eigene befindlichkeit per weblog in die welt zu posaunen. dass ein blog auch etwas anderes enthalten könne, fiel uns in unserem hochmut gar nicht auf oder ein. seine ansprüche waren (und sind) sicher höher, ich freute mich über genau ein deutsches satiremagazin, das meine beiträge (selbstverständlich unbezahlt) annahm.
als ich aber dann später so traurig war, dass ich gar nicht mehr lustig sein konnte, fingen mich auch ein paar leute auf, die ich schon lange übers internet gekannt habe, und dann erst im wirklichen leben traf. die wussten das wohl gar nicht, denn es gab da die großartige vermischung von blogger- und singletreffen, und ich gehörte definitv zur zweiten gruppe. aus diesem alten andenken lese ab und zu lange einträge der wölfin, schaue manchmal noch bei tilak vorbei, lese nach, was creature gerade bewegt und betrachte immer wieder, was herr ramirer schafft. wobei ich letzteren am wenigsten kennen gelernt habe, aber mir das blog sehr gefällt.
und weil "alle anderen" schon bloggten, tat ich es ihnen einfach gleich. geworden sind es ganz unterschiedliche einträge, meinem damaligen fantasia-nicknamen wurde ich nicht so ganz gerecht. tief geschmunzelt hab ich, als ich das erste mal aufs blog vom herrn h. stieß, der ließ sich viel länger zeit.
ich fand ich wirklich viel lesenswertes - und andere menschen, die mein leben bereichern, egal ob ich sie nun irl kenne oder nicht kenne, kennen lernen werde oder nicht. wenn mir die erste dame auf meiner linkliste da rechts eine lange und tröstliche mail wegen eines beitrags, der vielleicht zwei stunden online war, schreibt, dann bin ich auch dankbar.
manches unterhält, manches ist wirklich gut recherchiert, manches ist durchaus geistige herausforderung (gewesen? - und den titel habe ich von einem solchen), manches macht betroffen - und auch dieser sozusagen erwünschte voyeurismus gehört dazu. und manches ist einfach nur schön. deshalb werde ich jetzt in mich gehen, und mir ein neues märchen ausdenken. oder ich geh schifahren.
la-mamma - 26. Dez, 21:07
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beim eintritt verstecken wir uns hinter unseren pflanzen. unmittelbar nach dem eintreffen stellen wir alle familienmitglieder vor, selbstverständlich auch die tierischen. die setzen wir den gästen gerne ungefragt auf den rücken. dann reden wir stundenlang auf die gäste ein, wobei wir uns gerade einmal zum teekochen aufschwingen können. als passende themen erscheinen uns insbesondere die taktvolle innerfamiliäre zurückweisung von einrichtungsgegenständlichen weihnachtsgeschenken, wodurch wir dann im nachhinein die gäste für unser herzloses verhalten verantwortlich machen könnten. ebendieses demonstrieren wir auch, indem wir die mahlzeit des tages extra so legen, dass unsere gäste gerade noch den duft des essens mitnehmen können, sich ein allfälliger verzehr der zufällig endlich fertig gewordenen speisen hingegen nicht mehr ausgeht. nebenbei lassen wir a. noch altklug aus dem kochbuch zitieren, dass steaks kurz in die mikrowelle sollen, auf dass sich die poren schließen, und in folge während des bratens noch ein wenig mit wasser zu bestäuben seien...
la-mamma - 22. Dez, 17:53
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https://www.mozartband.at/
selber schuld, wer´s versäumt hat;-)
la-mamma - 22. Dez, 15:45
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hab ich gestern abend nicht etwa wegen überzeugender darstellerischer leistungen bekommen, sondern - in exakt 2 m 94 länge um exakt 23 uhr 34 fertiggenäht. die zu verhängende wohnung - altbau in zentraler lage mit richtigen zimmerfluchten - würd ich auch nehmen!
und wie ich da so vor mich hin genäht hab, ist mir auch aufgefallen, dass man um vorhänge zu schließen, eigentlich kein vorhangschloss braucht ...
la-mamma - 12. Dez, 07:11
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ich war das.
https://pagalakala.wordpress.com/2007/12/03/blogwichteln-gastbeitrag/
und jetzt sag ich mir selber zum dritten mal gute nacht.
la-mamma - 10. Dez, 01:26
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Schon beim Start haben nicht alle die gleichen Chancen, reiner Zufall, wo es dich hin verschlägt. Jeder tut sein Bestes, setzt seine Ressourcen ein, dennoch häuft nicht jeder gleich viel Werte an. Immer müssen die einen zahlen, was die anderen verlangen. Du versuchst alles, um deine Sache gut zu machen, baust dein(e) Häuschen, nimmst Hypotheken auf, wenn du musst, verlässt manchmal sogar den Pfad der Tugend – obwohl du da eigentlich auch gar nicht so schuldig warst. Es wird zur Nervensache, reicht das bisschen Geld, das du hast, noch um über die Runden zu kommen? Warum ziehst nie du das große Los? Wirst immer wieder aus der Bahn geworfen, drei Schritte vorwärts, einer zurück, alle anderen haben mehr Glück als du! Und dann musst du verkaufen, versteigern, damit du überhaupt noch flüssig bleibst, deine Häuser bist du längst wieder los. Andere verlangen Wucherzinsen oder horrende Mieten, aber immer gerade so, dass du nicht völlig aus dem Spiel fliegst. Ihr zieht Bilanz: du hast schon wieder verloren – beim Monopoly;-)
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stellt euch das jetzt einfach hundertmal geschrieben vor.
und ich soll am montag keinen rotwein trinken,
nicht auf den bänken herumtanzen,
keine laute musik hören,
und überhaupt ...
vielleicht ganz praktisch, dass unser unterbewusstsein keine verneinungen kapiert!
ps: die
"emotionale rock und showband" wird übrigens immer besser. das urprüngliche dreieinhalb-lieder-repertoire ist ganz schön angewachsen, das publikum erfreulicherweise auch ...
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„Nie krieg ich eine Überraschungsparty“, beklagte sich meine kleine Schwester vor vier Wochen, „einmal hätt´ ich das gern so, wie in den amerikanischen Filmen, wo sie dann alle die Ahnungslosen bejubeln!“ Gleich darauf bewies sie mir, dass sie sich meine Ausführungen zum Thema „Unmögliche Appelle“ (an und für sich einem Spezialgebiet meiner Mutter) wohl gemerkt hatte: „Und jetzt geht es auch nicht mehr, denn jetzt hab ich es mir ja gewünscht!“ Ich reagierte darauf mit Schweigen. Und mit einer naheliegenden Idee.
*
Einen Monat, etliche Verschwörungstreffen mit ihrer besten Freundin, einige Internet- und sonstige Recherchen an ungefähr bekannten Arbeitsplätzen, sowie einige Telefonate später, war es heute so weit: Acht Frauen, die alle kein Sterbenswörtchen im Vorfeld verlauten hatten lassen, begrüßten sie - eine Woche vorm zu feiernden Runden - zum Frühstück. Am liebsten stellte ich ein Bild von ihr mit ihren Freudentränen da herein, dafür ist sie aber wiederum zu vielen Leuten bekannt, und das fände ich irgendwie zu indiskret. Jedenfalls war es ein voller Erfolg, wir saßen alle noch lange in die Nachmittagsstunden hinein, und ich freute mich für sie.
Freute mich darüber, dass sie solche Freundinnen hat, wie sie hat, Freundinnen, die sich für einen Brunch in den Zug setzen, die ihre Kleinkinder versorgen lassen können, die ihr wunderbare Gedichte schreiben, die allesamt selber starke Frauen sind, und die ihr einfach auch die richtigen Worte sagen können.
Und jetzt halt ich mir vor Augen, was ich alles hab, was sie nicht hat, denn das hilft gegen den kleinen traurigen Anfall, den ich gerade wegen der mir abhanden gekommenen drei Freundinnen habe. Vor fünf Jahren hätte ich das so nicht gedacht, da fühlte ich mich - genau wie meine kleine Schwester - in ein Netz aus Freundschaften eingebettet. Vielleicht waren es nicht so viele, aber enge – dachte ich jedenfalls.
Als erstes verabschiedete sich die C. . Leise eigentlich und ein wenig traurig. Ihre neue Freundin mag es nicht, wenn sie alte Freundschaften weiter pflegt. Ich verstehe es irgendwie, es tut mir nur so leid, dass sie aus dieser seltsamen Abhängigkeit nicht heraus kommen kann oder will. Und ich bin keinesfalls eine sexuelle Konkurrenz, aber darum geht es bei Eifersucht ja ohnedies meistens nicht, oder? Anfang des Jahres trafen wir einander das letzte Mal bei ihr, und ich merkte, wie schwer es für die C. ist, es dauernd allen Recht zu machen. Das ist so tief in ihr drinnen, das macht natürlich auch einen Teil ihres Wesens aus, aber dass ausgerechnet eine andere Frau damit fast naturgemäß zum ärgsten Macho wird, der mir einfällt, steht auf einem anderen Blatt.
Die nächste war die J. Da ist mir die Einsicht, dass ich mir seit dreißig Jahren zu viel erwartet habe, auch nicht gerade leicht gefallen. Ihrem neuen Freund sei mein neuer Freund als Gesellschaft eher nicht zuzumuten, bekannte sie recht ehrlich. Für ihre Tochter ist mein Sohn anscheinend auch nicht der richtige Umgang, deshalb zöge sie Treffen zu zweit vor. Ich bin so schwer von Begriff, dass ich erst nach etlichen Verschiebungen im Vorfeld und als sie dann nicht zum ersten Mal nur eine halbe Stunde Zeit hatte, endlich die Konsequenzen zog, und fragte, was denn eigentlich los sei. Denn wir hatten uns eigentlich immer eher zu zweit getroffen.
Als letzte verlor ich die M.. An eine Krankheit eigentlich, obwohl ihr Hirnschlag zwei Jahre her ist. Vielleicht liest sie ja noch manchmal da mit, vorstellen kann ich es mir eher nicht. Die fehlt mir am meisten, und ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich die M. von früher oder die spätere meine. Die von früher gibt es schlicht nicht mehr, damit hatte ich mich eigentlich abgefunden. Der neuen ging es nie wirklich gut, weder mit sich selbst noch mit mir. Ich sei ihr zu oberflächlich, der Vorwurf tat mir ziemlich weh. Sie verstehe nicht, wie ich das so und jenes so machen hätte können, und deshalb könne sie nicht mehr meine Freundin sein. An die M. denke ich am häufigsten, wenn ich eine ganz bestimmte Freundin bräuchte, eine, die mir den Kopf wieder gerade rückt, eine, die sich nicht blenden lässt, eine, die mir nichts schönredet, eine, die immer alles ausspricht, was sie sagen will, und eine, die ich – obwohl oder gerade weil sie so mühsam sein kann – sehr mag.
Das heißt nicht, dass ich jetzt gar keine wirklichen Freundinnen mehr habe, ganz im Gegenteil.
Aber ein bisschen Vakuum ist schon da.
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