Samstag, 1. Dezember 2007

mir "zugewichtelt" wurde:

Her mit der wirklich strunzdummen Technik!

Damit hat der Techniker von der Kopiererfirma nicht gerechnet: Gerade eben noch hat er uns von dem neuen, noch viel intelligenteren Kopierermodell vorgeschwärmt, das er uns gerade auf Leasingbasis in die Redaktionsräume transportiert. Jetzt baumelt er kopfüber aus dem Fenster.

Wir haben nämlich schon einen intelligenten Kopierer.

Dank eines hochentwickelten Algorithmus ist der intelligente Kopierer in der Lage, die geheimen Wünsche und Bedürfnisse des Kopierenden vorherzusehen und entsprechend zu handeln. Er tut nicht etwa das, was der Benutzer ihm sagt, sondern seiner Meinung nach eigentlich sagen wollte, also zum Beispiel von A4 nach A3 vergrößern. Ob man will oder nicht.

Das Phänomen kennen wir auch von Word: Da kann es leicht mal passieren, dass ich einen Molekularbiologie-Artikel abliefere, in dem zwar keine DNA vorkommt, aber dank der hilfsbereiten Autokorrektur haufenweise DANN. Die Autokorrektur kann man wenigstens ausschalten, glücklicherweise.

Es ist ein heiliger Glaubenssatz von Ingenieuren und Softwareentwicklern, dass der durchschnittliche Benutzer zur Bedienung von technischen Geräten aus verschiedenen Gründen vollständig unfähig ist. Deswegen gibt es intelligente Technik. Um uns den Alltag zu erleichtern.

Sie fragt zum Beispiel bei jeder zweiten Mausklick, ob nicht vielleicht doch nur die Hand nervös gezuckt hat. Das kommt ja manchmal vor. Und die zwei Millionen mehr oder weniger ähnlichen Einträge, die die Suchmaschine zusätzlich zum gesuchten Begriff ausspuckt, hätten wir schließlich auch meinen können.

Der Kopierer wiederum antizipiert die altersbedingte Sehschwäche, indem er alle Dokumente ohne Umschweife auf seniorenfreundliches Maß vergrößert. Nicht nur das, der intelligente Kopierer weiß natürlich, dass Tattergreise manchmal unkoordiniert irgendwelche Knöpfe drücken. Deswegen kann man zwar beliebig irgendwelche Einstellungen ändern – ob sich dadurch was ändert, entscheidet allein das Gerät. Meistens nicht.

Die Kollegen haben im Laufe der Zeit raffinierte Strategien entwickelt, die Höllenmaschine zu täuschen. Man müsse, wenn man eine A4-Seite einfach 1:1 kopiert haben will, ein geeignetes Stück Papier auf die andere Seite der Fotoscheibe legen, sonst bekomme man immer eine Vergrößerung, raunte mir unsere Chefin vom Dienst kürzlich verschwörerisch zu. Aber es müsse genau an der richtigen Stelle liegen, das sei der Trick.

Auf die Dauer aber kann der Mensch das Duell mit der Maschine nicht gewinnen. Deswegen konzentrieren wir uns auf das schwächste Glied in der Technologiekette, nämlich den Kerl, der uns die Geräte least. Menschen, auch sehr intelligente, haben gegenüber Maschinen nämlich einen großen Vorteil: Sie haben einen Selbsterhaltungsinstinkt.

Wir bekommen jetzt den dümmsten Kopierer, den er im Lager hat. Das hat er uns hoch und heilig versprochen.

da sag ich nur mehr:
danke dem/der unbekannte/n schreiber/in und danke an den
herrn hollemann fürs ausliefern!
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Freitag, 30. November 2007

recht schön schreiben!

aus dem "archiv" hervorgekramt

Bei mir hängt ein großes, großes Plakat an der Wand, an dem die wichtigsten Regel zusammengefasst sind. Wie gut die sind, ist mir erst heute klar geworden:

Beistriche:
Grundsatz: Mehr Freiheit.

... Ja wenn es mir sogar die Muttersprache vorschreibt! Pack ich doch gleich meine Koffer und ab auf die Insel! Oder nehm mir mal ausnahmsweise kein Blättchen vor die Schnute. Oder frag mich, ob etwa die Steuererklärung gemeint war...

die Beispiele:
Du kommst heim (,) ohne Lärm zu machen.
Ein sehr frommer Wunsch. Wirfst deine Schuhe schon mal nicht quer durchs Zimmer, fragst mich nicht, was ich da schon wieder treibe, jammerst nicht, dass ich nichts gekocht hab, also wirklich, du darfst so mit und ohne Beistrich kommen. Und falls du stille Beschäftigung suchst,
rat ich dir an:

Schmunzelnd und vor Vergnügen zitternd (,) las er die Presse.
Muss das handliche Format sein, dass das Rascheln zum seitlichen Frohlocken werden lässt.

*
Auch sehr aufschlussreich:
getrennt-zusammen
Grundsatz: Mehr getrennt als früher.
Dem Boom zum Singlehaushalt wird Rechnung getragen. Wie das genau geht, sagen

die Beispiele:
spazieren gehe(n)/gegangen
verloren gehen
sitzen bleiben
stehen lassen
kennen lernen
...
So einfach geht das! Ein dacapo des Lebens! Und umgekehrt auch verwendbar. Falls ihr aber noch immer nicht wisst, wovon hier die Rede ist,

noch mehr Beispiele:
da sein
auf sein
beisammen sein

Falls das irgendwann fad wird, Vorschläge für alle Müsli-gleicher-Jogginganzug-Fans - getarnt als Beispiele

Rad fahren
Eis laufen

Und zurück auf den Boden der Realität, wo das Eis dicker ist, und DIE Frage reicht :

wie viel?

*

Ich kann mich von dem Plakat gar nicht trennen, aber manchmal muss man halt was trennen, drum will ich euch

Abteilen
Grundsatz Trenne, wie du sprichst
auch nicht vorenthalten

die Poesie oder die Tragik von

Zu-cker
Stre-cke
lo-cker
tro-cken
ni-cken

erkennt doch jeder Hengst und jede Stute, und mir darf man auch Honig ums Mäulchen schmieren, mich zur Strecke bringen, auf dass ich ein bisschen lockerer werde, und zu jedem trockenen Einwurf ein Nickerchen mach.
Aber schön eins nach dem andren, trenne, wie du sprichst!

Die neue Rechtschreibung diskriminiert selbstverständlich auch keines der Geschlechter diesbezüglich verweise ich nur auf

3 gleiche Buchstaben
Grundsatz : Alle Buchstaben bleiben erhalten.

Fussballländerspiel
Baletttänzerin

*
Gross wollte ich auch nie werden, und jetzt weiß ich warum:

GROSS-klein
Grundsatz: Mehr groß als früher

Die Beispiele:
Angst machen
Acht geben
Recht haben/bekommen
Leid tun

Das kanns ja nicht sein, weg ist die Unbefangenheit, dauernd auf Nummer sicher gehen, und alles besser wissen, also wirklich, ich tu mir Leid, ehrlich!!

Und dann auch noch die Schlangenlaute, die sich da festsetzen, ts, ts. ts:

ss-ß

dass
muss, musste
wusste, gewusst
bewusst
lässt
isst
küsst
passt
vergisst
Fluss
blass
nass
Stress
Schloss, schloss
hässlich
Missverständnis
(ein) bisschen

Muss ich da noch was sagen???

Aber wie früher:
fleißig
außerdem

Noch ein paar Tipps gefällig?
Eure überschwängliche!
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Donnerstag, 29. November 2007

wenn der computer stinkt -

kann es durchaus sein, dass da drinnen ein bisschen was verschmort. so geschehen am letzten welttoilettentag, womit die kleine pause hier viel seriöser als mit allfälligen besuchen von herrn manson in der stadthalle, feuchtfröhlichen projektabschlussfeiern und sonstigen lang nachwirkenden essenseinladungen jedenfalls hinreichend erklärt sei...
*
ps: die neue usb-karte hat gerade einmal das biblische alter von drei wochen erreicht. schon schlimm, diese schnelllebigkeit. und hab ich schon mal erwähnt, dass ich ein fan der neuen rechtschreibung bin?;-)
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Sonntag, 25. November 2007

sabrina spielt klavier.

sabrina spielt klavier. sie tut das ganz ausgezeichnet, sie tut das jeden tag. sabrina fing an klavier zu spielen, als sie sechs wurde, das ist nun dreizehn jahre her. sie spielte nach drei monaten besser klavier als ihre des öfteren herumstümpernde mutter. sie spielte nach sechs monaten besser, als ich es nach vier jahren konnte. sabrina spielt klavier. manchmal auch in der früh. sabrina spielt klavier. meistens so ein bis zwei, manchmal aber auch drei stunden. ich habe sie nie mit einer freundin gesehen, sie spielte nie mit den kindern im haus. sabrina spielt klavier. ihre eltern sind sehr stolz auf sie, schließlich war es ihrer eigenen aussage nach schon recht anstrengend, ein wunderkind großzuziehen. diese aussage konnten sie schon treffen, als sabrina vier jahre alt war. sabrina spielt klavier. sie war natürlich auch eine vorzugsschülerin und eine ausgezeichnete schwimmerin. jetzt wo die schule vorbei ist, ist sie offensichtlich mehr zu hause und spielt und spielt und spielt. ich nehme an, sie spielt mittlerweile auch in irgendwelchen konzerthallen. eine einladung hat sie mir allerdings noch nie überreicht. wozu auch? sabrina spielt fast immer etwas klassisches. sabrina spielt klavier. unter mir.
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Samstag, 24. November 2007

wer ist frau nepotek?

da meine vorige quizfrage ja noch nicht gerade von antworten überhäuft ist, verrate ich das lieber gleich selbst:
eine sehr liebe (und wirklich "ganz normale") freundin von mir spielt dieses wochenende im tom turbo eine art liebenswerte schreckschraube ägyptologin -
a. beim gemeinsamen zuschauen heut früh: "also das ist lustig, die maria spielt da schon eine, die ihr ein bisschen ähnlich ist!"
zweite gelegenheit, "die maria" zu sehen: so, 8:10 orf1;-)
*
und nicht dass jemand glaubt, aberglauben und zauberei ist bei uns (und in island) auf kindersendungen beschränkt - im heutigen standard steht ein langer, witziger artikel über die pendelprofis bei der asfinag. - auch im online-standard als "kommentar der anderen". dank dem autor nun auch tadellos verlinkt;-)
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Freitag, 23. November 2007

was in aller welt ist das?

-

und zweite frage - wo hab ich das gesehen?
ausgeschlossen sind natürlich alle, die wissen, was ich wo in den letzten tagen ...
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Sonntag, 18. November 2007

´tschuldigung - ´ne huldigung

auf die erste lesung meines lebens verschlug es mich als begleitung des damals vermeintlich besten freundes des koautors des vorzustellenden buches. selbstverständlich erwähnte ich nachher nirgends, dass ich das sujet ein wenig anbiedernd (es handelte sich um ein buch über wiener bälle), die hauptautorin ein wenig langweilig (es handelte sich um die tochter des verlagsinhabers) und das zwischenspiel ein wenig übertrieben (es handelte sich tatsächlich um eine balletteinlage) fand.

auf meine zweite lesung ging ich trotz aufgrund intimer kenntnis des einen autors, sowie bereits sein nächstes werk korrektur gelesen habend. der andere autor war leider schwul, und schrieb fast noch besser. jedenfalls anders.

gestern bin ich dann schon wieder auf einer lesung gewesen. im nachhinein haben wir uns ein wenig über falsche erwartungen/enttäuschungen bei personen, die man nur aus dem i-net kennt, unterhalten.
die frau testsiegerin hab ich mir nun aber gar nicht so anders vorgestellt, dazu hab ich wohl doch schon zuviel von ihr gelesen und herausgelesen. die ist auch in natura warmherzig und witzig, intelligent und selbstbewusst, charmant und "mama-in-der-richtigen-dosis". ihre texte wirken gelesen anders, ihre qualitäten seh ich aber da wie dort in der vielfalt der themen, im respekt vor ihren figuren und in ihrem wortwitz. außerdem weiß ich ganz genau, wie schwer es ist, erotika zu schreiben, die "delikat" statt peinlich klingen. als sich die lebensfrohe heldin mit mir den vornamen teilte, hab ich mich richtig angesprochen gefühlt. als sie (und zwar offensichtlich tatsächlich sie selbst) keine million gewann, konnte ich mit ihr drüber lachen, obwohl das damals wohl nicht nur so lustig gewesen sein kann.
manchmal, wenn sie gerade nicht las, sondern ihrer freundin harfe spielen zuhörte, schaute sie ganz ernst drein, mag sein auch nur konzentrieret, mag aber auch sein, dass ihr gerade da etwas neues eingefallen ist, das demnächst mitzuteilen mit uns zu teilen wäre ...

ps: und wenn ich nicht genau gewusst hätte, dass ich heute tatäschlich um sechs uhr morgens aufstehen musste, da die semmering-lifte aus unerfindlichen gründen schon ab 8 uhr in betrieb sind, wäre ich gerne auch noch ein wenig länger "herumgestanden".

pps: dass dieser beitrag fotolos bleiben wird, liegt ausschließlich an den lichtverhältnissen. das kann ich dem herrn h. nicht antun, ein schlechtes foto von ihm da herein zu stellen.
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Samstag, 17. November 2007

wie sich zwei aktionisten erholen...

da wir heut nacht davor verschont geblieben sind, meine eltern nach frankfurt zu kutschieren, und da wir die letzten drei wochenenden entweder im ausland oder im chaos verbracht haben, standen wir also heute früh in der festen gewissheit auf, dass dieses kindlose wochenende ausschließlich erholungszwecken zu widmen sein würde.
vormittags erholten wir uns bei einem spontanen schikauf, dem ein spontaner stoffkauf sowie ein spontaner bücherkauf folgte. danach besuchten wir spontan die mama vom h., wo ich ihr - natürlich ausschließlich zu erholungszwecken - ein fläschchen weißwein zu leeren half.
nun sind wir hier sozusagen vom winter ein wenig überrascht worden, auf der nächstgelegenen autobahn steckten die leute bis zu zwanzig stunden fest, und deshalb - was liegt näher, als dass der h. spontan vorschlug, morgen schifahren zu gehen ... da ich aber doch ein wenig fauler bin nicht einfach so ohne gegenvorschlag dastehen wollte, schlug ich spontan vor, doch lieber heute abend die lesung einer gewissen frau barbara l. (link folgt, aber die testsiegerin findet man eh relativ einfach;-)) zu besuchen. spontanerweise legte wieder einmal keiner ein veto ein, deshalb müsste ich mir jetzt eigentlich spontanerweise noch die haare waschen, was sich aber eventuell nicht ausgeht, deshalb werde ich jetzt nur noch spontanerweise die drei decken, die der h. rund um sein bett bastelt, soweit noch zeit ist einsäumen, denn dann fahren wir ...
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romeo und julia

unglaublich, welche temperamentsunterschiede schon bei kleinkindern zu beobachten sind ...

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und ich hab jetzt auch endlich katzencontent!!! ok, es handelt sich sehr überraschenderweise hierbei aber um zwei bartagamen, namens jerry lee und sarah. named by a. natürlich ...
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hier fehlt was;-)

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