Donnerstag, 15. November 2007

gewerkschaft - nein danke!

nicht nur, dass ich meinen armen eltern praktisch stündlich trost und mut zusprechen muss, da sie eigentlich am samstag in frankfurt ein flugzeug nach vietnam besteigen wollen, aber leider zur anreise die umweltfreundliche bahnvariante gewählt haben ..
- die deutsche bundesbahn ist optimistisch, dort spricht man immer noch von einer streikbeendigung ab 2 uhr früh, was sich mit dem gewählten in wien um 23.40 losfahrenden zug also ausgehen würde ...
- die österreichische bundesbahn garantiert vosichtshalber für nichts - weiß aber, dass der streik angeblich mittlerweile ein unbefristeter sein soll ...
also - ganz toll, dass da die interessen von ein paar hundert sowieso reichlich privilegierter mitarbeiter in schlüsselposition, solchen schaden anrichten dürfen, und völlig unbeteiligte das ausbaden müssen

sondern auch:
ausgerechnet unser eigener betriebsrat hat die beschlussfassung des natürlich auch unter einbeziehung des betriebsrates erstellten frauenförderplans am ende torpediert. wen vertreten die eigentlich, fragte ich kollegin x heute entnervt. na, ihre schuhe, was sonst, meinte die lapidar ... und ich muss einmal prüfen, ob dem wirklich nichts hinzuzufügen ist.
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Montag, 12. November 2007

ahnenforschung? nein danke!

ausgerechnet die mama vom h., jahrgang 29 genau wie mein vater, kam vor ungefähr zwei monaten auf die idee, dass sie jetzt irgendwie doch gerne wissen würde, ob denn noch verwandte ihrerseits mütterlicherseits irgendwo zu finden seien. ob ich da nicht im internet schauen könne, weil ich könne das doch bestimmt usw. usf.
also googelte ich mit ihren angaben und kam recht bald zu einer seite, die - und zwar genau das und NICHTS sonst, wie ja nicht so unüblich eine registrierung per e-mail verlangte, damit man dann die entsprechenden abfragen durchführen könne.
also registrierte ich mich, um sehr bald darauf festzustellen, dass die seite wenig ergiebig und für meine recherche ziemlich unbrauchbar war. ich kann mich an keinen hinweis auf irgendwelche kosten erinnern, geschweige denn dass ich irgendwo zugestimmt hätte, etwas zu bezahlen.
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und nun erhalte ich schon das zweite reichlich seltsame e-mail.
ned amoi ignoriern, sagt man bei uns so schön, eine bodenlose frechheit find ich´s trotzdem. der rest darf überflogen werden, die ip hab ich vorsichtshalber gändert;-) außerdem war ich beim h., - glaub ich jedenfalls ...


Sehr geehrte Frau Sowieso

Sie haben unseren Service genlogie.net bestellt, den offenen Rechnungsbetrag jedoch noch immer nicht beglichen. Während der Anmeldung haben Sie uns explizit bestätigt, dass Ihnen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen bekannt sind. Über die Vertragsbedingungen und die anfallenden Kosten waren Sie entsprechend informiert.

Trotz der Rechnung vom 2007-09-24 und der 1. Mahnung vom 2007-10-11 haben Sie noch nicht reagiert.

Da Sie mit Ihrer Bestellung / Registrierung vom 09.09.2007 18:49:47 mit der IP 84.116.187.34 einen rechtsgültigen Vertrag mit uns eingegangen sind, sind wir berechtigt die Forderung unter Umständen gerichtlich geltend zu machen.


Laut unseren Unterlagen wurden bei Ihrer Registrierung falsche Daten angegeben. Folgende Angaben liegen uns vor:

Sowieso Sowieso
Irgendwostraße 67
1220 Wien
Österreich
Geburtstag: 1928-03-02

Bitte teilen Sie uns die korrekten Daten umgehend mit.


Wir erwarten innerhalb der nächsten 7 Tage eine Reaktion Ihrerseits, ansonsten müssen wir von einem Betrugsdelikt ausgehen und gegebenenfalls Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten.

Folgende gespeicherte Daten können wir den Ermittlungsbehörden vorlegen:

- Registriert am 09.09.2007 18:49:47 mit der IP 84.116.187.34
- Anmeldung verifizert am 09.09.2007 18:50:46 mit der IP IP 84.116.187.34 in Verbindung mit der Email-Adresse: emailadresse@gmx.at


- Anzahl Login auf genlogie.net: 1, letzter Login am 09.09.2007 18:50:46 mit der IP 84.114.178.61IP 84.116.187.34

Da wir keinerlei Interesse haben, gegen Sie weitere Schritte einzuleiten, geben wir Ihnen nun letztmalig die Chance, den offenen Rechnungsbetrag innerhalb der nächsten 10 Tage auf folgendes Konto einzuzahlen:

Betrag: 60,00 Euro - Rechnung vom 2007-09-24
Mahngebühr: 3,50 Euro - Gebühren 2. Mahnung
Bereits bezahlt: 0,00 Euro

Zahlungsempfänger: Zentrale Abrechnung I (Nur an diesen Empfängernamen überweisen!)
Kontonummer: 502 106 18
Bankleitzahl: 520 900 00
Kreditinstitut: Kasseler Bank
Verwendungszweck: GEN-1209154/1394467

offener Betrag: 63,50 Euro

------------------------------------------------
IBAN: DE77 5209 0000 0050 2106 18
SWIFT-BIC: GENODE51KS1
------------------------------------------------

Sollte die Zahlung nicht fristgemäß bei uns eingehen, werden wir den Fall prüfen und gegenenfalls oben genannte Schritte einleiten.

Wichtiger Hinweis:
Sollten Sie mit absoluter Sicherheit sagen können, dass Sie Ihre Daten niemals auf der oben genannten Internetseite eingetragen haben, teilen Sie uns dies bitte umgehend mit. Die gegen Sie geltend gemachte Forderung wird in diesem Fall als hinfällig betrachtet. Jedoch bitten wir Sie, eine Strafanzeige gegen Unbekannt, mit Hilfe der bei der Anmeldung übermittelten IP-Adresse, zu erstatten.

Wenn sich im Laufe der strafrechtlichen Ermittlungen herausstellt, dass doch Sie der Nutzer oben genannter IP-Adresse waren, haben Sie mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Zudem werden wir in einem solchen Fall selbstverständlich weiterhin auf den Ausgleich des Gesamtbetrages bestehen.

Sollten Sie den Betrag bereits angewiesen haben, betrachten Sie dieses Schreiben als gegenstandslos.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unser Service-Center.

------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Genlogie Support-Team



Internet Service AG
Blegistrasse 1
6343 Rotkreuz
Schweiz

Email: service@genlogie.net
Telefon: 00 42 36 63 90 39 26
Telefax: 00 42 36 63 90 39 25
Die telefonische Kundenbetreuung ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 - 17 Uhr (ausser feiertags) erreichbar.
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Sonntag, 11. November 2007

wenn ich nicht so müde wär ...

würd ich euch jetzt ausführlich erzählen,
wie bei der ikea-tranche-2 sämtliche türen inklusive einer 2*2m schiebetür in falscher größe oder gar nicht geliefert wurden,
wie wir deshalb den samstag vormittag in hinreißendem ambiente höchstpersönlich alle fehlenden trümmer herausgesucht haben,
nachdem wir die falschen zurückgeschleppt haben und
wie wir die richtigen dann ins auto verstaut haben sowie wiederum angeschleppt haben.
wie wir es damit insgesamt mit der volleinrichtung zweier zimmer geschafft haben, auf 700 euro gutschrift wegen rückgaben zu kommen,
wie wir all das restliche zeug dann aufgestellt haben, wobei ich allein für die zwei schiebetüren mehr als zwei stunden gebraucht hab,
wie ich all die lieben helfer bekocht habe,
wie ich all das zeug eingeräumt habe und
wie ich so zwischendurch noch meine eltern und die mama vom h. zu einem dreigängigen essen eingeladen habe,
wie ich außerdem noch drei maschinen gewaschen und aufgehängt habe,
den geschirrspüler dreimal ein- und ausgeräumt habe,
dem a. und seinem freund noch eine tennisstunde erteilt habe,
und mich jetzt frage, wann das wochenende endlich anfängt ...

nicht dass ich als einzige müd bin: der h. hat definitiv viel mehr geschlepppt als ich, viel mehr gebaut als ich, und heute sogar mehr gekocht als ich.

und der a. ist uns eher beratend im weg zur seite gestanden. abgesehen davon, dass er sich selbst den schreibtischsessel zusammengebaut hat und den bartagamenunterterrariumsschrank aus dem karton befreit hat.

ps: hab ich schon mal erwähnt, dass ich ikea hasse?
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Dienstag, 6. November 2007

amsterdam ist leider seit gestern vorbei ...

als nach dem sehr witzigen dokumentarfilm "full metal village" die regisseurin gefragt wurde, warum sie soviel vom dorf wacken und sowenig vom festival gezeigt hätte, sagte sie, das wäre so nicht geplant gewesen, das hätte sich so ergeben, denn die anreisenden gäste seien dort ja von der ersten minute an ja einfach nur glücklich und daraus ergeben sich nun einmal keine geschichten.
*
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wovor und wohin wir geflohen sind ...

das wär ja schon ganz ansehnlich
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daran muss leider weiter gearbeitet werden
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nachdem wir von da zurück sind
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ein wenig wird´s schon:
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und da mich dieser beitrag mit meinem neuen alten mac den letzten nerv gekostet hat, bleibt er jetzt genau so ...
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Mittwoch, 24. Oktober 2007

ich hasse ikea!

einmal davon abgesehen, dass es natürlich nicht die schuld von ikea ist, dass der h. bei der ersten persönlichen bestellung vorort die hälfte der von uns geplanten dinge (also genaugenommen eines von zwei zimmern komplett) vergessen hat:
es war nicht möglich, die beiden bestellungen auf einmal liefern zu lassen.
es war nicht möglich, die erste bestellung zu verschieben, die liegt jetzt komplett in meinem wohnzimmer und verstellt unmerklich die sicht zwischen sitzbank und fernseher.
es war weiters nicht möglich innerhalb EINER(!) woche die speditionsfirma wegen der zweiten lieferung zu erreichen - die haben genau einmal angerufen, und weder von der verwendeten noch von der in ihrer nachricht angegebenen rufnummer jemals zurückgerufen, geschweige denn abgehoben, daher haben wir noch immer keinen termin für den rest.
in der zwischenzeit hab ich aber sämtliche beweglichen inhalte der zwei umzubauenden zimmer in die zwei mir verbliebenen nicht umzubauenden zimmer verteilt: wir schlafen also inmitten allen kindergewands, werkzeugs, schuhwerks, schigewands und sonstiger wäsche. wir arbeiten am computer inmitten aller schul-, spiel- und sportsachen, und versuchen am weg dorthin die bücherstapel nicht umzuschmeißen.
ich hasse auch ebay - dort hatten wir die derzeitige möblierung komplett angeboten und verkauft - allein der käufer meldet sich nicht.

und während ich dies schreibe, höre ich den h. ganz dezent im hintergrund beim zusammenbauen fluchen - er ist beim ersten kastenteil, und schon fehlen richtige kastenteile ...
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Sonntag, 21. Oktober 2007

nicht nur für mme larousse!

sehr geehrte mme larousse,
vor etlichen jahren hatte ich noch kein blog, dafür schrieb ich für ein deutsches satiremagazin die folgende lobeshymne:

Ich habe eine neue Lieblingsstadt! Und ein neues Lieblingsland! Praktischerweise heißen sie beide gleich, irgendwie luxuriös. Bei meinem ersten Anflug wunderte ich mich noch ein bisschen, wieso alle Sicherheitsanweisungen zweimal durchgesagt wurden. Erst die Lektüre des Nationalblättchens klärte mich auf. Die sprechen dort gar nicht Deutsch! Es klingt nur so. Außerdem wusste ich danach vom positiven Rechnungsabschluss des Wandervereins, der Freizeitgestaltung des Ministrantenclubs, der mangelnden Schulbildung der Kinder – insbesondere der Vernachlässigung der Rechtschreibung der Landessprache – es gibt ja nicht einmal ein Wörterbuch(!) - und etlichen Todesfällen und Geburtstagen zu berichten. Die französischen Artikel wären vielleicht internationaler gehalten gewesen, und Herr Habsburg schreibt eindeutig hochdeutsch.
Dreimal war ich nun schon dort, eines habe ich noch immer nicht durchschaut:
die Sitzordnung!
Beim ersten Mal wunderte ich mich noch über die diesbezüglichen Erklärungen. Sie sei alphabetisch. Sagte zumindest der Dolmetscher. Es gibt dort sechs lange Reihen, und damit alle durch andauerndes Kopfdrehen wach bleiben, sind die gegenüber angeordnet, die Vorsitzenden sitzen am einen Ende quer und die Präsentationstafel ist am anderen Ende quer.
Die jeweils Vortragenden verstecken sich im Rücken der einen Hälfte der Delegierten vor der anderen Hälfte.
Bei sechs Reihen fängt das Alphabet logischerweise sechsmal an. Also bei B wie Belgien, F wie France, N wie Neederlande und L wie Luxembourg zum Beispiel. Gleich vor dem „Ehrentisch“. Das „Oesterreich“-Taferl fand ich gleich neben Norwegen irgendwo in der entfernteren Mitte der zweiten Reihe. Neben mir war es dann leer. Hinter mir durfte die Türkei sitzen. Das muss man denen schon irgendwie zeigen, dass sie nicht dazugehören!
Und da die Sitzordnung nie Zufall ist, hätte ich bei freier Platzwahl zumindest Türnähe bevorzugt. Was natürlich tief auf meine Fluchtgedanken schließen lässt. Manchmal muss ich aber auch nur früher weg.
Beim zweiten Mal bin ich optisch aufgerückt – da waren wir weniger. Spontan freundete ich mich mit der Portugiesin an.
Und gestern – alle Beitrittsländer zwischendrin! Polska durfte neben mir sitzen, die Plätze waren wiederum ganz zufällig nur bis zu dieser Dame besetzt. Schweden und Soumini (oder so ähnlich) sind eindeutig länger dabei!
Ansonsten ist es immer gleich mühsam. Da ich meine Brille grundsätzlich nur beim Autofahren und Tennisspielen aufsetze, muss ich den halben Tag Kopfhörer tragen, um wenigstens irgendwas mitzubekommen. Der Spanier spricht zum Beispiel immer so laut, dass ich der sprachlichen Dreifachbelastung – ihm, der Dolmetscherin und seinen englischen Folien kaum gewachsen bin. Zum Ausgleich hab ich da einfach bei der folgenden Französin Italienisch eingestellt, und bin ein bisschen eingenickt.
Am lustigsten sind die Wortmeldungen zwischendurch. Das kleine Quäntchen Aufmerksamkeit, das sich da manche holen müssen, bringe ich wirklich gerne auf. Fragen werden grundsätzlich, so ferne sie überhaupt als Fragen erkennbar sind, bilateral beantwortet. Das muss ein Synonym für nie sein. Dem Deutschen wird immer Recht gegeben. Fast jeder bedankt sich als erstes, wofür ist ein wenig unklar.
Und ich bin natürlich schon sehr stolz darauf „Austria“ zu sein.

*
heutzutage seh ich das alles schon viel abgebrühter. bei den sitzungen mach auch ich den mund auf, und lasse mich nie mit "bilateralen antworten" vertrösten.

ich kenne schon eine menge restaurants, die mehr als zwanzig personen fassen, sowie ein paar bars, die auch nach mitternacht offen haben.

meine freundschaft mit der portugiesin hat sich vertieft, aus alphabetischen naheliegenden gründen hat sich unsere runde um die niederländer, die norweger und die slowenen verstärkt.

endgültig versumpern tun letzten endes allerdings immer die finnen und die östereicherin(nen) - ich weiß auch nicht, wieso ...-

die anstrengendste anreise die ich jemals hatte gibt´s hier: ausführlichst beschrieben.

da ich außerdem auch noch sämtliche straßen in der stadt mindestens je einmal abgegangen bin, sämtliche mich interessierenden geschäfte mindestens je einmal betreten habe, war ich sogar schon als alternative im mudam. und dort - vom wiener aktionismus ausgehend - war ich denn doch ein wenig überrascht: ich hab noch nie ein so biederes museum nicht wirklich moderner kunst gesehen. gefallen hat´s mir trotzdem - ist doch schön, wenn man mal kunst zu verstehen meint ....
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Samstag, 20. Oktober 2007

über die badewascheln ...

ich bin mir ja nicht einmal sicher, ob man auch in westösterreich die würdigen herren, die in frei- und hallenbädern permanent unser aller leben retten, die letzten liegen diensteifrig heranbringen, die rüden rotzbuben von sprüngen vom beckenrand durch dezentes pfeifen abhalten, sowie insgesamt die gesammelte autorität eines jeden frei- oder hallenbades repräsentieren, auch so nennt, aber jetzt, wo in unseren breiten die hallenbadsaison für mich gerade heute eröffnet wurde, muss ich ihnen und gleich allen mir in wien bekannten hallenbädern dazu einen beitrag widmen ...

mut- und fantasielose eltern haben ins dianabad zu pilgern. dort können sie schlicht gar nichts tun, außer essen und trinken, ab und zu durchs durchgängig knietief gehaltene wasser waten und sich der rundum künstlich aufrecht gehaltenen strömung hingeben. ihr nachwuchs hingegen wird weder irgendwann vor betriebsschluss das rutschen einstellen wollen, noch sich am extremen lärmpegel stören, keinerlei verständnis dafür aufbringen, dass ihnen nach sieben stunden ein wenig kalt und langweilig geworden ist, sowie die zeitung und das mitgebrachte buch endgültig ausgelesen sind.

wählen sie hingegen ein schwimmtechnisch interessantes bad, wie etwa die stadthalle, so ist das bahnenziehen nicht unbedingt die art, wie sich kinder einen hallenbadbesuch vorstellen - wenn sie glück haben, sind die sprungtürme offen, dann wird halt das trainiert. wenn sie pech haben, dann schwimmen sie auf den langen bahnen eher kurz, was nicht unbedingt neue geschwindigkeitsrekorde bedeutet.

weitere sozusagen ohne rutsche und ohne fünzig-meter-becken und womöglich auch noch ohne sprungturm mir bekannte fade bäder sind das ottakringer und das brigittenauer hallenbad. die können sie mit kindern getrost auslassen und ohne kommt es darauf an, wie tief sie den schmäh in der sauna gerne hätten. in der brigittenau ist er von mir bewertet jedenfalls sehr tief.

nun aber zu unseren wirklichen highlights: wien hat eine therme! oberlaa ist zwar sauteuer aber wenigstens jederzeit ohne größere anfahrtswege zu erreichen. außerdem ist die danebenliegende gleichnamige konditorei mindestens ebenso berühmt und betreibt das bad-buffet, was definitiv kein nachteil ist. dort ist es ohne nachwuchs nicht so rasch offensichtlich, wie mit, was denn das spezielle flair ausmacht. allerdings versicherten mir glaubhafte männliche quellen über dreißig, dass auch sie schon von damen um die fünfzig mit brille und badehaube im wasser in nicht sehr leisem ton darauf hingewiesen worden seien, dass sie nicht so spritzen sollten. mit dem wasser da. mein zwölfjähriger wird darauf praktisch immer hingewiesen, ich muss ihn wirklich einmal fragen, ob ihm das auch schon außerhalb der becken quasi vorbeugend gesagt worden ist. rutsche ist vorhanden. kinder sind also zumindest eingeplant.

als letztes hab ich mir das amalienbad aufgehoben. bautechnisch ein juwel - ich empfehle es grundsätzlich allen unseren gästen, die ein bisschen mehr zeit in wien verbringen.

lamamma und ihr lap befinden um halb vier uhr regnerischer nachmittag, dass es sich noch auszahlen könnte, dahin zu fahren. schon um halbfünf haben sowohl sie als auch er noch schnell ihre emails gecheckt, sie noch einen weiteren kasten ausgeräumt, da gerade die möbel verkauft werden, er noch etwas gegessen, da er eigentlich hungrig ist, sie noch schnell einen freundin angerufen, da sie nur kurz was ausmachen musste, er noch schnell ein sms geschrieben, da er noch kurz was ausmachen musste, beide gemeinschaftlich den mistberg im vorzimmer, der bereits aus den drei vorher ausgeräumten kästen entstanden ist, hinuntergetragen - sitzen die beiden im auto, obwohl es direkt an der u-bahn liegt, aber da müsste man zweimal umsteigen, was mit feuchten haaren ja zu bösen verkühlungen führen könnte, während eine autofahrt bei offenem fenster da wahrscheinlich ungefähr dasselbe ergebnis bewirk-...
+
badeschluss 20 uhr stand im internet. um viertel acht hätte es mir wahrscheinlich verdächtig vorkommen müssen, dass wir nur mehr zu viert in der sauna waren. um 20 nach sieben beschloss ich, keinen weiteren aufguss mehr abzuwarten, sondern mich der haarpflege zu widmen. da alle anderen schon weg waren, holte ich mir den ersten minuspunkt durch ansteuern der falschen duschen. es waren zwar alle leer, aber nur die mit "vorreinigung" beschrifteten - "steht jo do" - dienen auch der nachreinigung, die anderen gelten also nur für die zwischenreinigung. danach hätte ich gerne meine haare getrocknet. ob die anlage defekt sei, fragte ich recht höflich angesichts der kollektiv ihren dienst verweigernden föne. na, oba um hoiba iss heruntn schluss! aha, um halb, wie peinlich. ob es oben auch einen fön gebe? ja, den gabs. ich saß darunter, ließ mein haar trocknen und las ein buch dabei.
"gnädigste, um ochte sperrma zua!" "muss ich gehen?" "na, wos glaums?" aha - meine uhr war natürlich noch im garderobenkästchen, zu dem ich eiligst eilte - sie zeigte 19:50. da ich aber nun schon vor meinem gewand stand, zog ich mich an, frisierte mich noch ein bisschen, fönte mich noch zwei minuten länger und betrat federnden schrittes den eingangsbereich. es war eine minute vor acht. mein garderobenband fand ich nicht gleich, ich hatte es aus versehen eingesteckt. als ich es dann aushändigte, war es dann wohl wirklich nach acht.
"woin see wieda kuma?" - halb drohend, halb lächelnd gefragt. "hab ich schon hausverbot?" breit lächelnd geantwortet. "naa, des ned, owa des näxte moi kumans friara!" halb raunzend, halb lächelnd. "mach ich", weiterlächelnd. schön ist das, unser goldenes wienerherz. nichtwienerinnen verstehen den schmäh angeblich weniger gut.
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Sonntag, 14. Oktober 2007

die schönste liebesgeschichte, die ich kenne ...

als wir noch halbwegs kleine kinder waren, fürchteten wir uns immer der nachbarin meiner großmutter alleine zu begegnen. wir hielten sie für sehr, sehr alt - schließlich hatte sie schlohweiße haare und wir dachten, sie könne uns verhexen - denn sie hatte auch vollkommen rote augen. alle erklärungen der großmutter halfen nichts, wir rannten davon, denn für alles andere waren wir denn doch zu gut erzogen.
später grüßte ich die frau n. dann immer sehr freundlich, quasi rückwirkend beschämt, mich vor einem albino gefürchtet zu haben, allerdings verbrachte ich da schon viel weniger zeit bei meinen großeltern.
eines sommers fiel mir auf, dass nicht mehr n. am türschild neben meiner großmutter stand, sondern a. ob denn die frau n. gestorben oder weggezogen sei, wollte ich von meiner omi wissen. wie ich denn darauf käme? na, wegen des namens am schild.
da lächelte meine großmutter ganz fein und erklärte mir, aber nein, ihre nachbarin hätte doch nur geheiratet und sie freue sich, dass sie ihr trotzdem als nachbarin erhalten geblieben sei. es hätte auch nur kurz gedauert, bis ihr mann alle wege gelernt hätte. ich fand die ausdrucksweise meiner oma etwas seltsam. beim nächsten spaziergang begegnete ich der nunmehrigen frau a.. sie strahlte übers ganze gesicht und ihr mann schien auch ganz zufrieden, er hatte sich bei ihr eingehängt. am oberarm trug er eine gelbe binde mit drei schwarzen punkten.
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hier fehlt was;-)

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Umfassendes Österreichbildwetter

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