Dienstag, 11. September 2007

full metal village

viennale ist, und ich war noch nie zuvor in meinem leben innerhalb von 5 tagen auf zwei premieren. die heutige hat die freitägliche noch übertroffen, die charmant-witzige regisseurin stellte sich nachher den publikumsfragen.
völlig richtig ist, dass man nicht einmal metal mögen muss, um diesen film zu lieben, da geht es irgendwie auch um etwas ganz anderes. ein heimatfilm der ganz besonderen art, oder die lustigste doku, die ich seit langem gesehen habe. die leute werden nicht vorgeführt, obwohl es schon so eine art t.spira-film in südkoreanisch-deutscher version ist ... clash of cultures sei ihr thema, sagte die regisseurin, und wie gelungen sie das umsetzt - ab nächster woche dann in allen möglichen wr. kinos ... HINGEHEN, ANSEHEN!!!

https://www.flyingmoon.com/deutsch/wacken_test.html
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Samstag, 8. September 2007

american way?

irgendwo jenseits von klassik und heavy metal muss country liegen, bis gestern hätte ich maximal zwei bis drei bands namentlich benennen können. wenn ich den film vorgeschlagen hätte, wäre mir der h. womöglich in der hälfte davon gelaufen, aber so: nicht schlecht! die geschichte der dixie chicks funktioniert aus mehreren gründen - die frauen können singen und spielen und sind hübsch und witzig. eine woche vor dem einmarsch im irak sagte die leadsängerin in london, dass sie sich schäme, dass ein gewisser herr bush auch aus texas sei. was sich danach jahrelang(!) abspielte, ist der durchaus lehrreiche und teilweise erschütternde inhalt des films shut up and sing. hingehen, ansehen!
*
danach waren wir seit langem wieder einmal im hawelka - eigentlich nur um es zu fotografieren. am nebentisch ein pärchen aus amerika. ansonsten auch: touristen in der überzahl - wird es im lonely planet erwähnt? den von wien kenn ich nämlich nicht.
zurück zu den nachbarn, die ungefähr gleichzeitig eintrafen: the menu, orderten sie, wurden aber recht freundlich aufgeklärt, dass es so was im hawelka nicht gibt. dann wenigstens bier? ja, das sei möglich. als ich dann buchteln und der h. würstel verspeisten, wurde ihnen ihr hunger wieder bewusst. als der kellner mit zwei tellern frankfurter wieder zu ihnen kam, stellte sich heraus, dass sie nur zwei würstel (also nur einen teller) haben hätten wollen, der kellner räumte mit einem feinen lächeln den zweiten weg.
*
obwohl aschenbecher auf den tischen vorhanden waren, rauchte niemand. ein schwarzafrikaner im anzug fing an, eine rede zu halten. ich hielt ihn für leicht betrunken, aber nicht unangenehm. die meisten gäste verstummten und hörten zu. andere amerikaner fotografierten, einer umarmte ihn gar und ließ sich mit ihm abbilden, ohne dass die beiden einander vorher gekannt hätten.
+
ich las unterdessen das datum- ganz nett. sogar einen artikel aus dem blog der frau monique chantal huber haben sie da drin. die flegeljahre ihrer majestät hab sogar ich verlinkt. anscheinend ist auch bei uns "alles möglich".
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Donnerstag, 6. September 2007

s*x sells?

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das ist die jugendfreieste variante von "bevor ich so richtig blöd hingefallen bin";-)
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Dienstag, 4. September 2007

heut hab ich bessere fragen ...

wie kommt es, dass frau sich über fußtritte freuen kann?
wenn es pedale sind;-)

wie kommt es, dass der zwölfjährige a. so hilfsbereit und freundlich ist?
wenn er offensichtlich schon wieder frisch verliebt ist;-)

wie kommt es, dass man sich über zwanzig zeilen unbändig freuen kann?
wenn es die nettesten sind, die frau seit vier jahren gelesen
hat. und eigentlich die ersten dieser art von diesem verfasser;-)
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Montag, 3. September 2007

nur so gefragt ...

wie kommt es, dass einen krankenhausserien am krankenhausmonitor - wenn auch ohne ton - nicht wirklich aufheitern?

wie kommt es, dass man beim radfahren über stock und stein kein einziges mal stürzt, sondern erst beim aufstehen vom lauschigen plätzchen?

wie kommt es, dass ein lächerliches zweiglein, das insgesamt höchstens zwanzig centimeter aus dem boden ragt, ziemlich genau ein fünftel davon in meinen rechten unterschenkel bohren musste?

wie kommt es, dass man im von der eigenen firma geführten krankenhaus vergisst zu erwähnen, dass man ja auch ebenda werkelt und daher die eigene wartezeit genau um nichts verkürzt?


fortsetzung folgt hoffentlich nicht;-)
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Sonntag, 2. September 2007

...

1305462684_936e3a0957_m diese dame hab ich mir einfach zum morgigen tag selber geschenkt! ...
weil sie so schön ist.
weil sie so jung ist.
weil sie alles erreichen soll, was sie sich wünscht.

praktisch genau wie ich;-)

und wer mir den schönsten text zu ihr schreibt, der bekommt einen handgeschriebenen dankesbrief!
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Donnerstag, 23. August 2007

helium?

heute im büro entdeckt - und allen, die englisch können, gleich schwer ans herz gelegt: https://www.helium.com und angeblich wird auch noch bezahlt, was man dort so mitteilt;-)

ps: am mac fehlen wieder mal alle praktischen symbole, ich entschuldige mich für den hässlichen link, bei denen, die das stören könnt..
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Mittwoch, 22. August 2007

tennis-special

ich dachte ja, ich hätte mit dem tennisspielen längst abgeschlossen, aber da der a. nur von mir jetzt genau darin unterrichtet werden will, und da ich dem demnächst entsprechend hier zu würdigenden photographen des soeben von mir erworbenen bildes ebendiese zusage gerade gemacht habe, frisch aus dem archiv des legendären und mittlerweile endgültig eingegangenen satiremagazins "der herbst":

Rückschläge

Manche meinen, Sport diene der körperlichen Ertüchtigung und das wäre irgendwie die Voraussetzung für einen gesunden Geist. Das ist natürlich völliger Humbug. Sport ist schon auch eine geistige Angelegenheit!

Da ich mich nicht mit mir auseinandersetzen mag, fallen die langweiligen Ausdauersportarten für mich flach, woran sollt ich denn beim Dauerlaufen, Ärmelkanalüberqueren oder der siebzehnten Glockneretappe denken? Abgesehen davon, dass das in echte Anstrengung ausarten könnte, so mit ungutem Schwitzen oder elendem Herzklopfen verbunden.

Nein, ich bevorzuge die T-Sportarten: Tanzen und Tennis. Wieso Tanzen was Schönes ist, brauch ich ja fast keiner Frau und kann ich ja fast keinem Mann erklären. Also bleiben wir beim Tennis: Seit Jahr und Tag - also um genau zu sein seit mehr als der Hälfte meines bisher auf Erden verbrachten Lebens, komme ich in sehr regelmäßigen Abständen auf die Idee, kleine gelbe Bälle ( - zu Anfang waren sie noch weiß, aber ich will ja nicht sentimental sein - ) irgendwie im Spiel zu halten. Damit hab ich auch schon deutlich gesagt, was ich beim Tennisspielen tue: ich bin eine „Wand“. Viel interessanter ist aber, was meine Gegner tun: Sie verzweifeln (zumindest ein paar) oder sie haben sich im Lauf der Jahre immer subtilere Taktiken, mich zu besiegen, ausgedacht (zumindest der letzte Tennispartner, der mir verblieben ist).

Und mit dem schaut das dann so aus: Beim Schlägerauspacken kommt die Kurzbeschreibung seines aktuellen Lotterlebens. Wenn er gerade nicht am Vortag durchgemacht hat, ist er sonst irgendwie indisponiert: verkühlt, Kreuzweh, Knieschmerzen ... irgendetwas, das mir sagt, dass ich ein wenig Mitleid walten lassen könnte. Oder das mich in trügerischer Sicherheit wiegen soll, denn ich geh natürlich immer extra zeitig schlafen, bin frei von jeglichen Körpergebrechen und hab überhaupt eine Rossnatur. Als nächstes wird noch kurz über Überarbeitung gejammert, auch wenig glaubwürdig, da wir lang in derselben Abteilung gewerkt haben. Diesbezüglich hülle ich mich aber lieber in Schweigen. „Man soll das Ansehen der Firma nicht schädigen“, hab ich schließlich auch mal unterschrieben.

Dann packt er seine Bälle aus. Die sind entweder äußerst alt oder nagelneu und steinhart. Je nachdem. (Meine nehmen wir eigentlich nie, denn die sind noch älter oder vom ewigen im Kofferraumliegen noch schlechter...) Ich renne noch einmal zum Auto zurück und hol mir meine Brille. Dieses Eingeständnis an meine Kurzsichtigkeit verhilft mir wenigstens zu Ausreden, wie zu blendendes Licht, ich mag nicht bei Nieselregen spielen oder kurzen Putzverweilpausen.
Es folgt das sogenannte Einschlagen. Dabei wäre es wirklich fein, ein paar mal hin und her zu schupfen, auf dass sich die müden Knochen ein wenig an das Kommende gewöhnen könnten. Leider seh das nur ich so, F. (Vorname wird auf Anfrage von mir nachgeliefert) hält es mehr mit dem „Durchziehen“, was die meisten Bälle ins extreme Out befördert. (Im näheren Out renn ich schon hin, ich bin da nicht so pingelig.)

Wenn ich müde vom Aufklauben, der Hauptbeschäftigung der ersten Viertelstunde bin, spielen wir ein Match. Jetzt droht mir echte Gefahr. F. verfügt über ein ausgezeichnetes Ziel beim ersten Aufschlag. Natürlich nicht dieses kleine Viereck, wo der Ball hingehört, sondern mich! Meistens kann ich ausweichen, aber ich muss schon sehr schnell sein dafür. Außerdem bin ich ja auch ziemlich groß, also generell leichter zu treffen – das merk ich auch dann, wenn er ans Netz stürmt.

Nun übe ich meine Geduld: Vor dem zweiten Aufschlag bindet er sich die Schuhbänder neu. Oder hebt ein paar Bälle auf. Oder erzählt schnell was den Nachbarn. Oder drapiert die Sonnenbrille anders. Oder zieht mit dem Schuh die Linie nach. Da gibt’s wirklich viele Möglichkeiten.

Wenn ich gerade aufschlage, gibt’s eine Lektion in Demut. Eigentlich sollte da ja ich nach vorne gehen können, aber es gibt kaum einen Ball von mir, den er für einen Angriff seinerseits für ungeeignet hält. Prinzipiell hat er da ja auch recht, mich rettet nur, dass dieselben nicht immer so toll ausfallen. Und es kränkt mich auch nicht im mindesten, dass er sich bei meinem ersten Aufschlag grundsätzlich weit ins Feld hinein stellt.

Wie immer wir dann weiterspielen, eine Folge hab ich im Lauf der Zeit auch immer wieder bemerkt: Wenn er gewinnt, wissen das am nächsten Tag alle, die gar nicht danach gefragt haben. Wenn ich gewinne, könnt ich’s ja selbst erzählen, tu ich aber nicht!
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man kommt ja nicht einmal zum bloggen

wenn man ausnahmsweise ein bisschen kränkelt ....
dafür hab ich schon die betten überzogen, die wäsche gewaschen, das regal im wohnzimmer abgestaubt, schlagzeug geübt, die reise nach amsterdam (JAJAJA!!!) gebucht, alles brot, das daheim war, aufgegessen, meine linkliste endlich aktualisiert -
und werde jetzt
die wäsche aufhängen, meine bücher umsortieren, mein bereits vorurlaublich erworbenes bild aus dem siebzehnten bezirk abholen, die nächste woche für a. fertig organisieren, dh. versuchen herauszufinden, von wo wir seinen besten freund abholen müssen, - und werde dann
ins bett gehen und mich weiter erholen.
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hier fehlt was;-)

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