Samstag, 30. Juni 2007

ich liebe diese frau!

entgegen der plötzlich vertretenen meinung, dass ich zur querulantin mutiert sei - auch heute wieder ganz großartig:
https://www.marlaglen.de/
solltet ihr je gelegenheit haben, diese dame diesen sir sogar gratis zu hören, nix wie hin!
dafür musste ich sogar "jetzt anders" an mir vorbeirauschen lassen, und weiß jetzt, was ich mir durch konsequentes nicht-starmania-schauen alles erspart habe.
439 mal angeklickt. oder gar gelesen?

Freitag, 29. Juni 2007

nicht peinlich

sei der film, stand in der kritik, die ich zuvor gelesen habe. stimmt: "irina palm" ist nicht peinlich, sonst ist der film aber leider auch nicht(s): nicht spannend, nicht glaubwürdig, nicht witzig. mit einer idee, einem gag und einer menge rührseligkeit füllt man keine 100 MInuten, höchstens fünf.
und die besten teile - die englische kleinstadtmentalität - die haben wir in anderen filmen auch schon besser gesehen.
daher: lieber in die videothek gehen und "grasgeflüster" ausborgen , da ist der "englischekleinstadtomibrauchtgeldundkannnix"-plot wesentlich witziger umgesetzt!
*
aufschlussreich auch die vorgeschichte: dem aufmerksamen leser ist nicht entgangen, dass ich zwei freikarten fürs kino bekommen habe, deshalb wollte ich um 17:30 laut programm den film um 20:30 reservieren. das gehe nicht, den spiele es heute nur um sechs, erklärte mir die freundliche dame an der kassa. ja, aber im programm? das gelte nicht, erwiderte sie, sie würden eher shrek3 spielen. wie bitte? ja genau, wenn in einen film nicht besonders viele leute kämen, dann spielten sie eben einen anderen ... ich war fassungslos, aber mit der mir eigenen bestimmtheit, erklärte ich ihr, ich wolle aber ganz sicher nicht shrek3 sehen, sondern eben den im programm angeführten film. also rief sie - eine dort recht beliebte methode - s.früher - den manager an. in einer stunde? die kunde stehe aber da? aha in einer minute ... nach ungefähr fünf meinte ich, die minute sei jetzt irgendwie vorbei ... neuer anruf - glück (naja im nachhinein hab ich das relativieren müssen) gehabt! sie spielen den film!
20:30 kinowerbung. 20:45 film-beginn. wir wundern uns, dass alle so dick sind - film im falschen format. 20:55 la-mamma geht und versucht IRGENDJEMANDEN zu finden, der wenigstens das format richtig stellt. dass ich wenig an handlung durch diese aktion versäumen werde, war mir da schon klar. nächste woche gehen wir vielleicht in shrek3. schließlich könnte das dem a. gefallen. wenigstens.
588 mal angeklickt. oder gar gelesen?

Dienstag, 26. Juni 2007

(K)eine Karrierefrau

„Eines weiß ich: wenn ich das nächste Mal heirate, wird es keine Karrierefrau mehr sein!“ sagte der D. zu mir, da waren wir schon längst geschieden. Und das hat er dann auch getan, ein intellektuelles Gespräch werde er wohl nie mit ihr führen, aber sie koche und putze gern, berichtete er mir vorher. „Das reicht dir?“ fragte ich ein wenig belustigt. „Ihre Eltern kümmern sich auch um den Garten!“ ergänzte er - mit einem eindeutigen Grinsen.

Früher hatten wir einen Wettstreit: Theoretisch hatte ich die bessere Ausbildung, praktisch hat er manchmal das Fünffache (!) verdient. Zeitweise haben wir beruflich fast dasselbe gemacht – in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen natürlich und mit unterschiedlichem Risiko.

Wenn ich etwas von der Arbeit erzählt habe, hat er interessiert zugehört, wenn er einen Algorithmus nicht und nicht gefunden hat, habe ich mich mit ihm hingesetzt, und wir haben für ein paar gar nicht so triviale Probleme gemeinsame Lösungen gefunden. Er wollte, dass wir miteinander eine Firma gründen, es hätte gut gehen können. Ich wollte meine Sicherheiten nicht aufgeben, mittlerweile sah ich da auch viele Perspektiven, letztendlich ist es mir beruflich gut ergangen. Ich hatte keine solche Tiefen, aber auch keine solchen Höhen wie er.

Und dann bekam ich mein Kind und er seine Firma. Ziemlich gleichzeitig. Ziemlich getrennt.

Hochschwanger bewarb ich mich in einer anderen Abteilung. „Ich würde gern für Sie arbeiten!“ sagte ich zu meinem zukünftigen Chef. „Aber nicht gleich!“ „Das sehe ich“, meinte der, und es funktionierte tatsächlich, ich blieb ein Jahr ganz zu Hause und konnte danach zwei Jahre Teilzeit in der neuen Position arbeiten.

Es halfen mir meine Mutter, meine Putzfrau, mein Vater, meine Freundinnen, meine Nachbarinnen, später auch eine Tagesmutter und der Kindergarten und natürlich männliche Freunde – so klingt es besser als Liebhaber. Als mein Kind ungefähr vier Jahre alt war, fragte es mich einmal „Mama, warum heiratest du nicht den M.?“ Der M. war der damals vierzehnjährige Sohn der Tagesmutter. „Ich bin doch schon verheiratet!“ „Achso, aber der ist ja nie da!“ Und das stimmte eben auch: 8 von 12 Monaten verbrachte er im Ausland, wenn er in Wien war, dann war er auch nicht zu Hause, sondern in der Firma, wir führten eine Wochenendehe, wo sich gewisse Fragen gleich einmal gar nicht stellen. Wenn nämlich keiner da ist zum Aufteilen, dann tust du eben fast alles allein.

„Ich hab das für Euch getan, ich konnte nicht anders!“, sagte der D. später, aber ich habe es anders in Erinnerung. Ich erinnere mich an Diskussionen, ob er denn wirklich schon wieder weg müsse, ob er denn unbedingt diesen Auftrag auch noch annehmen müsse, ob denn kein anderer fahren könne, die Firma war in der Zwischenzeit für österreichische Verhältnisse recht groß geworden.

„Ich möchte die Scheidung!“, sagte ich eines Tages zum D. „Wundert mich nicht“, war die Antwort, wir hatten in einer Viertelstunde alles geregelt, im Wesentlichen hält die Regelung bis heute. Sein Kind hat der Vater nach der Scheidung kennen gelernt, er hat viel nachgedacht, sagte er, und ist heute weit zuverlässiger als in allen Jahren zuvor. Damit habe ich nicht gerechnet, bin aber für uns beide froh, dass es so ist.

Mittlerweile habe ich „Karriere gemacht“, keine große, vielleicht ist sie aber auch noch nicht zu Ende. Und ich koche sehr gerne. Genau wie jeder Mann, den ich mag.
606 mal angeklickt. oder gar gelesen?

Samstag, 23. Juni 2007

das märchen vom armen, reichen mädchen

Es war einmal eine Prinzessin, die bekam von ihrem Vater ein paar goldene Armreifen, schon als sie noch ganz klein war. Was soll sie mit all dem Schmuck, gib ihr etwas anderes, sagte die Mutter, sie starb wenig später. Nein, rief die Prinzessin, ich will die Reifen tragen, und ich will noch viel mehr! Der König konnte seiner Tochter sowieso keinen Wunsch abschlagen, er überhäufte sie mit goldenen Armreifen. Viele Untertanen dachten, wenn sie dem kleinen Mädchen auch Armreifen brächten, so würde ihnen der König schon eines Tages eine Gunst erweisen. Aus dem Nachbarland reiste ein Gesandter mit dem ersten Fußreifen für die Prinzessin an. Auch das wurde bald Mode als Geschenk.

Die kleine Prinzessin aber fand, sie müsse alle diese Reifen nun auch tragen. Am Anfang waren sie noch nicht so schwer, Gold kann ja auch recht zart verarbeitet werden. Später kamen immer massivere Gebilde dazu, die meisten ließ sich die Prinzessin gleich anschmieden, damit sie nicht so lange zum An- und Ablegen brauchte. Die Handwerker sagten ihr, so sei dem Gold an ihrem Körper praktisch keine Grenze mehr gesetzt, die Prinzessin verschwieg, dass sie nun nicht mehr so gut schlief wie früher, da das ganze Gold ein wenig drückte. Die Prinzessin kam ganz alleine auf die Idee, sich den ersten Bauchreifen anschmieden zu lassen, und wenn die Schmiede schon da wären, könnten sie gleich alle Verschlüsse der alten Reifen entfernen und durch fixe Konstruktionen ersetzen, sie würde sich ohnedies nie von irgendeinem Stück trennen wollen.
Manchmal sah die Prinzessin andere Mädchen laufen oder spielen, das konnte sie schon längst nicht mehr. Egal dachte sie, ich war auch vorher nicht wie die, schließlich bin ich eine Prinzessin.

Als sie im rechten Alter war, lud der König alle auf seinen Hof ein, die um ihre Hand anhalten wollten. Es gab hunderte Bewerber, alle geblendet vom Glanz der Prinzessin, ein paar wollten vielleicht auch nur das Gold haben. Die Prinzessin wusste zuerst nicht recht, wen sie nehmen sollte, die meisten hatten mehr oder weniger Gold mit, manche ganze goldene Käfige. Viele sahen selbst auch fast so vergoldet aus wie die Prinzessin, es waren ja doch hauptsächlich Königssöhne, die sich die Anreise leisten hatten können. Nur einer hatte gar nichts mit und auch kein Gold am Körper.

„Wie wagst du dich hierher?“, fragte die Prinzessin, „du bietest mir gar nichts?“ “Nicht gar nichts“, sagte der Jüngling, der nicht einmal hässlich war, „meine Sorge und mein Mitgefühl gebe ich dir schon!“ „Pah“, sagte die Prinzessin, „dir geht´s wohl nicht gut, mir geht es ausgezeichnet, ich habe sowieso ausgesorgt, niemand kann mehr Gold tragen als ich!“ „Kannst du noch alleine aufstehen?“, fragte der Jüngling unbeirrt weiter. „Natürlich nicht! Aber ich habe 210 Diener und ich werde bald heiraten! Aber sicher nicht dich, sondern den, der das meiste Gold bringt. Danke für deine Hilfe bei der Entscheidungsfindung!“ Und damit warf sie diesen Kandidaten hinaus und heiratete genau den, dessen Gold am schwersten wog.

Eine Zeit lang schien es gut zu gehen. Das Paar glänzte allenthalben, und wenn neue Goldlieferungen kamen, stritten sie nur ein bisschen, wie es denn aufzuteilen wäre. Irgendetwas stimmt trotzdem nicht, fiel der Prinzessin eines Tages auf. Ihr Mann konnte sie gar nicht berühren, sie war ja nur mehr von Gold umgeben. Umgekehrt war es genau so, und sie hatte den Verdacht, dass ihrem Gatten sein Gold sowieso wichtiger war als sie. Das war ein komischer Gedanke für eine junge Dame, die bisher auch immer nur an Gold, woher sie neues Gold bekommen würde, wo sie neues Gold tragen könnte und noch nie an einen anderen Menschen als sich selbst gedacht hatte.
„Befreit mich!“ rief die Prinzessin, aber keiner der Schmiede kam. Wieso hilft mir jetzt keiner, dachte die Prinzessin weiter, die Leute können mich ja gar nicht mehr sehen, sie sehen nur die goldene Hülle! Als sie merkte, dass sie sich nur selber helfen könnte, fing sie ganz frohgemut an. Ein paar Reifen streifte sie ab, das ging relativ einfach. Wie aber sollte sie aus all dem Angeschmiedeten herauskommen ohne Schmiede?
Es dauerte Jahre, bis die Prinzessin von allein dünn genug geworden war, aus dem letzten Reifen herauszuschlüpfen. Aber als sie das geschafft hatte, lächelte sie ihrem immer noch goldenen Gatten kurz zu und konnte sich ganz langsam entfernen, da er sich ja sowieso nicht besonders gut rühren konnte. Und sie begann den einzigen Jüngling, der ihr damals gar nichts mitgebracht hatte, zu suchen. Oder zumindest jemanden, der ihm recht ähnlich schaute.
3148 mal angeklickt. oder gar gelesen?

Manche werden es nie begreifen ...

*ganz besonders manche (sic(!)) HUNDEBESITZER!!!*

Vor ungefähr einem Jahr wurde unter großem medialen Getöse – sogar der ORF war gekommen – ein Baggerpark für Kinder beim Alberner Hafen eröffnet. Damals schenkte ich meinem Taufkind zum Geburtstag einen Nachmittag dort, die Herrschaften waren vorher schon am Telefon sehr freundlich, sicherten zu, dass ihr Angebot auch für behinderte Kinder geeignet sei, und hatten damit zweifellos Recht. Ein gelungener Tag, ein zufriedenes Kind, nur meine Freundin, die Kindesmutter, hatte furchtbar Zahnweh, wofür die Betreiber des Parks natürlich nichts konnten.
Heute – der Kleine ist immer noch ein sehr, sehr großer Baggerfan, weshalb wir ab und zu auch allen Baustellen in der Umgebung lange Besuche abstatten müssen - wiederholten wir höchst origineller Weise das Geschenk. Ich hatte per e-mail reserviert, und kurz vorher noch persönlich vorbei geschaut – wegen der kleinen Konkurrenzveranstaltung auf der Donauinsel war genau gar nichts los.
Als wir dann alle gemeinsam hinkamen, kam ein großer Hund bellend auf uns zu. Keine Leine, kein Beißkorb, und natürlich nur uns nicht erkenntliche offensichtliche Freudenäußerungen des Tiers, die selbst mich ordentlich erschreckten. Mein Taufkind hatte ich an der Hand, es kann nicht sprechen, seine Gefühle – Furcht zum Beispiel – kann es aber mehr als deutlich äußern. Und es fürchtete sich. „Nehmen Sie den Hund weg!“ riefen wir, als die Besitzer daher kamen. „Der tut eh nix“, bekamen wir zur Antwort. Nach einigem Hin und Her konnten wir das Gelände betreten, dieser Hund wurde angehängt, und stellte sein Gebell darauf hin nicht mehr ein. Mit dem anderen Hund, der ebenfalls ohne Leine und Maulkorb da war, passierte nichts dergleichen. Der hatte allerdings auch nicht gebellt.
Mein Taufkind wollte natürlich nur zu den Baggern, er und sein Vater waren dort einmal sicher untergebracht.
„Mir geht es ums Prinzip“, sagte ich zu meiner Freundin und zum H., „reden wir mit dem Chef!“ Der stand ein wenig abseits, wir sprachen in wirklich ruhigem Ton mit ihm. „Wenn Sie da eine Aktion für Kinder aufziehen, wieso lassen Sie da die Hunde frei herumlaufen?“, wollte ich wissen „Das ist mein Privatgelände!“, war die erste Erklärung. „Haben Sie gesehen, wie sich das Kind gefürchtet hat?“ „Das ist mein Hund, der tut nix!“ „Die wenigsten Hundebesitzer würden vorher sagen, dass ihr Hund beißt, oder?“ „Wenn das (nämlich der zweite) Ihr Hund ist, wieso rennt der dann frei herum?“ Wir hatten nämlich gedacht, der ruhigere, wenn auch nicht unbedingt kleinere der beiden Hunde hätte einem anderen Gast gehört. „Ich würde meinen Hund nie anhängen, das würden Sie doch mit einem Menschen auch nicht tun!“ Bei der Aussage drehte ich mich zu meiner Freundin, ich kenne sie lange genug, um zu wissen, dass sie genau wie ich mittlerweile vor Wut kochen musste. „Komm lass es, da hat es keinen Sinn mehr zu diskutieren!“ Und wir beide gingen. Der H. blieb noch stehen, und redete weiter, der H. ist fast durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Dem H. hat der Besitzer dann erklärt, dass er uns die Viertelstunde Baggerfahren spendiere, und dass wir uns danach bitte nie wieder blicken lassen sollten. Der andere Hund bellte immer noch, ein Angestellter kam zu uns und versuchte uns zu erklären, dass er ja nur belle, weil er beleidigt sei, da er uns doch nur begrüßt habe, und wie wir das denn aushielten, dass das arme Tier da jetzt ungerecht behandelt werde. Wenn er denn so tierlieb sei, sagte ich, dann solle er doch bitte mit dem armen Tier spazieren gehen, solange wir noch da seien, dann wäre das Problem doch auch gelöst. Kaum war die erste Viertelstunde zu Ende hatten wir auch schon die Abschlussurkunde für „gelungenes Baggerfahren“ oder so ähnlich in der Hand.

Ich will gerecht sein, die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Das komme überhaupt nicht in Frage, dass wir jetzt gehen, sagte ich zu meiner Freundin, die sich tatsächlich auch vor Hunden fürchtet. Für Hundebesitzer muss das irgendeine Art völlig abnormes Verhalten sein, ich persönlich werte genug Unfallstatistiken aus, um zu wissen, dass oft genug Hunde zubeißen, ganz sicher haben die alle vorher noch nie was getan, sonst wären sie ja schon eingeschläfert worden. Es gibt also unbegründetere Ängste. „Mein Kind weiß gar nicht, welches Opfer wir ihm da bringen!“ sagte meine Freundin. „Der Kleine würde gerne noch Mal“, sagte ich sehr bestimmt zum Betreiber. Vielleicht hab ich aber auch nur mehr Charme als der H., das sei ja kein Problem, antwortete der.
Die nächste Runde Baggerfahren bewältigte ich mit meinem Taufkind – zugegebenermaßen völlig ungeübt und vielleicht auch unbegabt darin, gelang es mir nicht uns so rasch als möglich aus einer recht unangenehmen Schieflage zu befreien. Der Besitzer eilte herbei und half uns zurück in die Normale – ein Bagger könne gar nicht kippen, so sei er konstruiert, behauptete er. Auch hier irrt er, aber das führt nun wirklich zu weit.

Mein Taufkind wollte noch ein drittes Mal Baggerfahren, aber jetzt mit dem ganz großen. Auf den dürfen die Kinder nicht alleine hinauf, der Betreiber bot uns an, dass er das übernehme. In der Zwischenzeit rannte auch der erste Hund wieder frei herum, allerdings hatten sie ihm jetzt etwas übers Maul gepickt. Als die beiden zurückkamen, wiederholten wir das Gespräch von vorhin. „Sie müssen das Kind an Tiere gewöhnen!“ sagte der Betreiber, wie hätte er auch wissen sollen, dass mein Taufkind auch schon Therapien mit Tieren gemacht hat. Das sei nicht das Problem, sagten wir, ein Hund in einer Einrichtung für Kinder solle einfach nicht völlig ungesichert sein. Der tue nix, er wisse das, sagte sein Besitzer. Sie werden es einfach nie begreifen, oder?
1330 mal angeklickt. oder gar gelesen?

Freitag, 22. Juni 2007

ist sandler ein beruf?

na sicher, sagt der a., da kriegst du 700 euro dafür. die kinder spielen "stadt-land", ich höre mit halbem ohr zu. ob gordula mit g als weiblicher vorname durchgeht, haben sie mich noch gefragt, oder ob ozeanien als land gilt den h. dann wurden sie kreativer, dosenöffner und dackelbewacher sind selbstverständlich auch berufe mit d. der gipfel war aber ein beruf mit h: homosexueller. auf meinen bescheidenen einwand, dass das ja nun wirklich kein beruf sei, erklärten mir die kinder, doch, die bekämen schließlich geld dafür!

irgendwas muss ich bei der aufklärung vergessen haben. aber das ist mir schon bei der übersetzung eines debauchery-texts erschreckend klar geworden. (akustisch hätt ich "chancel masturbation" verstanden - tatsächlich heißt es "chainsaw masturbation". wenn ich den text vorher verstanden hätte, hätte ich ihn vielleicht gar nicht ausgedruckt. englisch lernen kann man bestimmt auch mit irgendeinem schulbuch. leider vergisst er das immer in der schule, oder es wird angeblich eh nie verwendet.)

damalige erste frage meines wissbegierigen sohnes war jedenfalls: "mama, was heißt mästabeischn?" und auf die ausführliche, altersgerechte, aber meiner meinung nach nicht irreführende erklärung meinerseits erwiderte er: "ah ja, dannn weiß ich´s schon, das ist das, was die zwitter machen!" rammstein hört er ja - wie schon erwähnt - auch ganz gern.
1543 mal angeklickt. oder gar gelesen?

and the (next) winner is

dh- bessergesagt wurde gestern das kind: vor seiner schule postierte sich die firma schöller und stellte den kids folgende originelle aufgabe: haltet es einfach so lang wie möglich im tiefkühlbereich aus!
als ich das gehört habe, war ich rückwirkend leicht entsetzt - irgendwie hat es mich an den wahnsinn mit der wassertrinkenden mutter erinnert, es hatte aber gottseidank bisher weder fatale noch sonstige folgen, und wir haben nun eine neue kühltasche, drei neue kapperln, eine handyhalterung aus plastik, einen großen wasserball, bzw. hatte einer von uns nach "ungefähr 8" eis keinerlei appetit aufs abendessen.
723 mal angeklickt. oder gar gelesen?

Dienstag, 19. Juni 2007

nackte tatsachen

zum novarock;-):

1.) es war besser organisiert als seine beiden vorgänger - kein stau bei der hinfahrt, obwohl wir am freitag nachmittag anreisten - nur ca. eine dreiviertel stunde vom auto bis zur bühne (und das mein ich NICHT ironisch ...) - schnelle abfertigung beim eintritt - wege halbwegs freigehalten
2.) die rote bühne besser war platziert als im vorjahr
3.) alle zelte/plätze habe ich nicht aus der nähe g´sehn - GOTTSEIDANK!!!! aber das ist immer gleich: riesensaustall, dreckige klos, die wiese auch voller ... (man riecht es ja doch, wenn es nicht regnet), heuer anscheinend so etwas ähnliches wie wasser in den sanitäranlagen
4.) nackte oberkörper in männlich gehalten gab es viele
5.) fast nackte oberkörper in weiblich auch
6.) viele der insgesamtkörper dürften sich dort heuer erstmals so etwas wie frischer luft ausgesetzt haben

und jetzt im ernst, die höchst subjektive musikkritik:

entschieden positive überraschung: machine heads - sehr anständig aufgespielt!
unverwüstlich irgendwie, und sängerisch nix auszusetzen: m.manson
bisschen enttäuschend: in extremo - ich mag diese band an und für sich sehr, die alten (und vor allem die nicht deutschen sachen) ok, die neuen eher langweilig und zu primitiv
ganz ok: papa roach
auch gut: in flames
-
alle genannten bands waren auf der "roten"/ie. kleineren bühne zu finden, mehr sind sich für uns an diesem recht ungeplanten wochenende nicht ausgegangen.
die blaue bühne wird wohl eher ein wenig mainstreamnäher gewesen sein, aber ICH mag:

heavy metal,
klassik,
jazz,
world musik,
und das, was die leute, die ich persönlich kenne, so spielen (mit leichten abstrichen, vor allem auch bei denen, die durchaus gutes geld mit ihrer musik verdienen ....)
und fast nix dazwischen
-
beispielhaft noch ein paar lieblingsbands/interpreten/komponisten
von mir, damit ihr ungefähr beurteilen könnt, ob ihr meine kritik überhaupt ernstnehmen solltet:
ad metall: system of a down, wolfmother, apocalyptica
ad klassik: tschaikowsky, mahler. schostakovitsch
ad jazz: vor allem ganz alten - zb. wie ihn die hot jazz ambassadors vienna machen
ad world: rokia traore, shalif keita
ad letzteres: mozartband (schwer zu empfehlen!), voiceconnection
und was mir - weil es a. so oft hört, auch gefallen muss: the rasmus, anastacia, oomph, rammstein, enigma und und und

ps: krieg ich jetzt einen vertrag beim rennbahnexpress?

pps: schlagzeug spiel ich auch schon besser;-)
2576 mal angeklickt. oder gar gelesen?

Sonntag, 17. Juni 2007

wahrheit - wiedergelesen ...

für die testsiegerin und deshalb: nackte wahrheit
-
Anna glaubt ans Christkind, Georg glaubt, dass die Schauspielerinnen in Pornofilmen Orgasmen haben, Susi glaubt, dass ihr verheirateter Freund sich scheiden lassen wird, Norbert glaubt, dass seien Freundin nur ihn als Liebhaber hat, Dorian glaubt, dass man mit fünf Jahren Fahrrad ohne Stützen fahren kann, Holger glaubt, dass er ein guter Liebhaber ist, Marion glaubt, dass sie frigide ist, Sebastian glaubt, dass man im Batmankostüm fliegen kann, Günter glaubt, dass seine kleinen Lügen nicht bemerkt werden, Helga glaubt, dass man zwölf Stunden mit einem Schulfreund verbringen kann.
-
Lass mir meinen Glauben, schreien sie lautlos und hören nicht, sehen nicht, wollen nicht wissen. Lass mir die Einbildung, lass mir den Stolz und die Wünsche. Wer zuviel denkt, wird traurig und böse. Wem gefällt schon die Wahrheit?
-
Wahr ist, was ich für wahr halte und der Rest der Welt soll Geisterfahren, ich seh ihn ja doch nur verschwommen.
-
Wahre Sätze tun immer weh. Und wer will schon leiden? Dräng dich nicht auf, sagen sie dir und die, die die Wahheit sagen, meiden dich bald oder werden gemieden. Lügen tut viel weniger weh, den Eltern, dem KInd, dem Mann, der Frau. Besonders unbeliebt sind sie, die Wahrsager, die nachher immer Recht hatten, die Wahrheitssager, die ihre Wahrheiten so absolut setzen, die wahren und halten wollen. Was wahr ist, muss nicht wahr sein, nicht für jeden tauglich und nicht für jeden wahr.
-
Ich bin die Wahrheit, sagte einer und keiner versteht bis heute, wie einer das sagen konnte. Wahrheit macht Angst, Wahrheit macht blind für andere Wahrheit. Phantasie ist bunt und verlockend. Wahr sind wir nur allein.
-



dieser text ist fast zehn jahre alt, und er gefällt mir in gewisser hinsicht noch immer. damals hatte ich allerdings noch kein einziges buch über konstruktivismus gelesen, und damals war ich meiner lügen noch viel sicherer und mochte sie eigentlich auch ganz gerne;-)
1147 mal angeklickt. oder gar gelesen?

Samstag, 16. Juni 2007

wie man mit marillenknödel(n) berühmt wird

und ich meine hier nicht einen gewissen herrn tichy in wien, der viel lieber für seine schaurige prosa, wobei schaurig tatsächlich und übertragen gemeint ist, berühmt geworden wäre - ich besaß eines der wenigen exemplare von "elisabeths atem" dank eines ehemaligen lehrlings, der die literarischen qualitäten ebenfalls richtig einschätzte, mich aber im besitz eines besseren diesbezüglichen urteilsvermögen wähnte - nein, ich meine, wie man eben mit marillenknödel berühmt wird, indem man zum beispiel nur solche isst, wie weiland ein gewisser herr axel von guns´n roses vor einem jahr am nova rock, und wie man quasi folgeberühmtheit erlangen kann, indem man sich heuer GEGEN eine fahrt ebendorthin, gegen den ganzen stress, dreck und chaos dort zugunsten anderer festivals entscheidet, dann aber inkonsequenterweise dort doch hinkommt, indem man an einem stinknormalen donnerstag (ie vorgestern) nachrichten schaut, neugierig auf den sport(auch sehr ungewöhnlich) ist, stattdessen in totaler unkenntnis des neuen oder doch schon wieder erneuerten - zeit wär s ja - programmschemas szene hört, während man daneben im i-net surft und in einer anwandlung völlliger umnachtung die soeben in szene beantwortete quizfrage - "haha, was hat axel letztes jahr gegessen?" beantwortet, und damit schon freitag mittags zwei tickets gewinnt ...
das programm gestern (papa roach, machine heads, in extremo) haben wir uns freiwillig gegeben, nach einer rasch organisierten kinderbetreuung, denn auch sehr reife zwölfjährige müssen ja nicht wirklich alles sehen, was sie so in drei, vier jahren aufführen könnten...
aber heute! in der früh der anruf, wo wir denn wann zu seien gedenken? hä - achja, die bedingung - jetzt werden wir minimal berühmt oder auch nicht, denn jetzt MÜSSEN wir hin, denn die gewinner werden gefilmt ...
schaut´s alle weg;-)

ps: ich arbeite gerade an längeren sätzen. ich glaub, ich werd das wieder ändern.
499 mal angeklickt. oder gar gelesen?

hier fehlt was;-)

Zufallsbild

beheizterparkplatzP1010236

Umfassendes Österreichbildwetter

Aktuelle Beiträge

man sollte doch wirklich...
man sollte doch wirklich öfter bei seinem eigenen blog...
la-mamma - 3. Mär, 16:00
Na dann auch mal von...
Na dann auch mal von mir ein Gruß. Hab grad von schwindendem...
Gernial - 2. Mär, 09:37
Herzliche Gratulation!
Deine jährlichen Berichte sind sehr charmant und lassen...
diefrogg - 15. Feb, 19:22
Ich hab die Wünsche auch...
Ich hab die Wünsche auch brav ausgerichtet!
la-mamma - 11. Feb, 13:05
❤️
Ich liebe deine Geburtstagsbriefe und freu mich, dass...
tilak - 5. Feb, 22:27
Lieber Xaver(11),
ein Geburtstagsbrief nach dem seltsamsten Jahr, das...
la-mamma - 1. Feb, 17:29
ach 2020
ist ja schon fast nicht mehr wahr, wie ich dich begonnen...
la-mamma - 31. Dez, 19:30
im kreuz ist heil
hast du unter dein letztes foto geschrieben. mehr ist...
la-mamma - 10. Dez, 10:21

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Die Statistik seit August 2010

kostenloser Counter



Meine Kommentare

Ich werf noch Fließzeit...
Ich werf noch Fließzeit als Alternative in die Runde!
Schwallhalla - 14. Jun, 15:54
Wichtigtuer gibts auch...
Wichtigtuer gibts auch viele;-)
Schwallhalla - 14. Jun, 15:52
Vielleicht fängt es mit...
Vielleicht fängt es mit Na oder C/Kl an- Claudia?;-) Namibia?
Schwallhalla - 13. Jun, 15:14
Außer Donald fällt mir...
Außer Donald fällt mir kein einziger Fluss dazu ein...
Schwallhalla - 11. Jun, 10:37
Hallenmeister kann man...
Hallenmeister kann man auch noch werden;-)
Schwallhalla - 10. Jun, 22:27

Suche

 

Status

Online seit 7522 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 24. Jul, 02:02

Credits


A - DER KRIMI (Teil 2 zum nachlesen ...)
A-DER KRIMI - was bisher geschah ..
aus der volksschule
bitte lächeln
bücher
coronatagebuch
DAS EXPERIMENT
family affairs
freitagstexter
lyrics;-)
mal was andres..
märchen sozusagen
mein beitrag zur integrationsdebatte
musik und so
projekt *.txt
rätsel
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development