ich möchte heute anlässlich des mir heute von mir selbst überreichten preises zum vielredenden, vielrauchenden und viellachenden tussi-look-alike als erstes und letztes meine grußschulden begleichen.
ein bild zum gruß an
frau eugene:
- vielleicht bauen sie uns oder euch ja auch den!
und ein selbst gebasteltes gedicht zum gruß an
frau swa:
krumpir oder eadäpfü,
fisoin oda kafioi,
ribisln oda ogrosln,
mia is powidl -
hauptsoch mir ham
wos zum essn griagt.
- vielleicht finden sie ja eine geeignete übersetzerin im näheren bekanntenkreis;-)
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heute hab ich ganz viel gelernt: als erstes, dass man bei online-ticket-buchungen bei der öbb drauf schauen sollte, was schon alles im tarif enthalten ist, sonst zahlt man nämlich sozusagen umsonst fürs fahrrad mitnehmen.
dann hab ich gelernt, dass anscheinend in jedem von mir benutzten verkehrsmittel der herr welterklärer den platz in meiner hörweite hat. es kann aber auch sein, dass die einfach besonders laut sprechen. netterweise hat mir der h. seinen i-pod geborgt, so selig hab ich noch nie plötzlich vor mich hinzulächeln begonnen. der h. hat sich dann ein wenig entfernt einen neuen sitzplatz gesucht.
als nächstes war ich ganz stolz, den h. auf der strecke von melk nach spitz um eine halbe stunde geschlagen zu haben. vielleicht sollte ich aber dazu sagen, dass er über den jauerling gefahren ist und ich nicht.
die wachau muss man schön finden, den radweg durch eigentlich nicht. mir war es viel zu lang immer neben der straße. und dort sind alle anderen gefahren, die die wachau wahrscheinlich auch schön finden. außer in dürnstein, da müssen alle – auch die radfahrer – zu fuß durchgehen und dürfen sich die sehr interessanten andenken in aller ruhe anschauen.
in krems ist mir spontan eingefallen, dass ich immer schon das karikaturenmuseum sehen wollte. dadurch hab ich mir unauffällig die fünfzig nächsten kilometer nach tulln gespart. in der früh hat der h. sogar noch überlegt, bis wien zurück zu radeln, aber das hab ich zufällig nicht gehört. jedenfalls hab ich ganz viele deixe gesehen, und viel zu wenig andere – und ein paar mal richtig herzlich aufgelacht. so schirch, wie auf den meisten zeichnungen sind wir doch gar nicht! aber fast. also, die anderen natürlich.
und am abend hab ich gelernt, dass die öbb einfach zu dämlich sind. weil, wir sind nämlich in krems am bahnhof gestanden und hätten über stockerau und dann mit der schnellbahn weiter oder über den franz-josefsbahnhof und dann halt mit dem rad noch zwei, drei kilometer oder über st. pölten und den westbahnhof heimfahren können. der zug nach st, pölten ist schon dagestanden, und das war auch die erste möglichkeit laut fahrplan. also sind wir in den eingestiegen. weil der zug nur aus einem waggon bestand, hat der h. noch geblödelt, dass sie da ja gleich einen autobus nehmen hätten können. bei der nächsten station sind wir dann alle ausgestiegen und haben seine aussage überprüft. dort stand auch ein zettel von der geplanten unterbrechung. aber in krems, hat der herr busfahrer gesagt, da ist das nicht publik gemacht worden. damit ich auch einmal oberwölbling sehe, vielleicht.
gleich danach sind wir dann aber wieder aus dem bus ausgestiegen, und zwar nicht, weil wir schon in st. pölten waren, sondern weil der schienenersatzverkehr dort geendet hat. dann durften wir wieder in einen einwaggonigen einsteigen und die letzte station wieder zug fahren. in st. pölten bleiben ja fast alle züge stehen, seit es auch eine hauptstadt ist. aber es nehmen wiederum nicht alle auch fahrräder mit. außerdem wollte ich eh schon längst wieder einmal im gepäckwaggon am boden sitzen.
und jetzt geh ich in die badewanne, weil ich beim radfahren immer so schwarze unterschenkel krieg. der h. sagt, ich werde es nie lernen, aber ich arbeite daran.
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der h. wohnt in einem gemeindebau aus den vierziger jahren im zweiten stock. weil der so alt ist, sind die wände aus wiederverwerteten ziegeln, was recht angenehm ist, und sind die aufzüge nachträglich eingebaut und halten nur in den zwischenstockwerken, was mit schweren dingen eher weniger fein ist.
die längste zeit hat unter dem h. ein schwer behinderter alter mann gewohnt, der sich nur sehr mühsam zu seinem elektrischen rollstuhl, den er neben der lifttür geparkt hat, über die paar stufen hantelte. wenige male hab ich ihn selber gesehen, gehört haben wir immer nur seinen fernseher, da der arme auch schon sehr schwerhörig war.
wenn ich besuchern den weg zum h. beschreiben sollte, hab ich immer gesagt, dass sie am rollstuhl vorbei gehen müssen, danach seien sie im richtigen stockwerk.
unlängst hab ich mit der m. eine ihrerseits erfolgreich abgelegte prüfung gefeiert, und bin recht spät zum h. gekommen. vor seiner tür hab ich mich kurz gewundert, dass er ein türschild angebracht hat, bis mir auffiel, dass da ja gar nicht sein nachname draufstand. beim hinuntergehen hab ich gemerkt, dass ich nicht nur ein, sondern sogar zwei stockwerke zu hoch war.
dabei steht der rollstuhl schon mindestens ein halbes jahr nicht mehr neben dem lift.
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hätten sie mir auch sagen können, aber zu mehr hat´s vorige woche nicht gereicht;-)

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finde ich exmillionäre, die jetzt den taxischein machen. schließlich wisse man nie;-)
wobei der plan, von österreich nach indien mit dem fahrrad zu fahren ja eigentlich noch viel mehr charme aufweist. der macht das schon. glaub ich halt;-)
la-mamma - 28. Apr, 00:39
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schien mir der einstieg ins theaterleben am freitag abend angelegt. menschen, die sich garantiert nicht (und vielleicht oft auch zu recht) ins burgtheater wagen, dafür in bestem abendgewand zu
"frauen morden besser" pilgerten. ein ausverkaufter saal irgendwo in gersthof in einem anscheinend ehemaligen spö-parteilokal in einem gemeindebaukomplex. nachbarinnen, die in anbetracht der bewaffneten darstellerin x im hof ein lautstarkes "oba des is eh nua theata, oda?" beim fenster runterriefen. ein mit viel liebe erprobtes und ausgestattetes klamaukstück, bei dem sich das publikum reihenweise (wörtlich) in der pause den weiteren fortgang überlegen durfte - was zumindest zu kurzfristig intensiver kontaktaufnahme mit den wildfremden sitznachbarn führte. obwohl - den direkten nachbarn war man schon näher gekommen, es war ein wenig eng. ein schwächelnder männlicher und eine menge grandiose weibliche hauptdarstellerinnen. ein unergründliches drama, das sich zwischen ersterem und einer der letzteren während der proben abgespielt haben soll. irgendwie fast wie im richtigen leben.
*
niederschwellig auch der einstieg ins anglerleben im waldviertel,nach einer berechtigung oder so was ähnlichem fragt dort netterweise niemand. die einzigen hindernisse, die sich mir und dem h. dort gestern und heute entgegenstellten, waren die sanften hügel beim radfahren und der enorme gegenwind.
la-mamma - 26. Apr, 18:21
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so toll sei es gewesen, alle - auch die männer hätten entzückende schürzen umbekommen, die ungeschicktesten hätten sich gleich freiwillig in die gemüsegruppe gemeldet, während sich die ambitioniniertesten teilnehmerinnen dem souffle zuwandten. und alles sei wunderbar gelungen, mit ein bisschen hilfe oder ungefähr 95% vorbereitung der reizenden dame aus dem kochstudio.
dafür würde ich auch ein bisschen werbung in kauf nehmen, dachte ich mir, den verzückten schilderungen unserer sekretärin zum dritten mal lauschend. besser ich hör´s mir aus erster hand als aus zweitem mund an. dachte ich mir halt. und dass das auch dem h. und dem a. gefallen könnte, meinen beiden ebenfalls sehr ambitionierten, kreativen kochkünstlern, denen ich zuhause auch jederzeit die kochlöffel überlasse.
als mich die netten herrschaften auf meine e-mail-anfrage anfang februar zurückriefen, erklärten sie mir, der nächste freie termin mit den geräten der firma a sei im juli. das sei mir ein wenig zu langfristig und mitten in den ferien, meinte ich. sie hätten da einen termin im april, allerdings mit geräten der firma b. aber auch mit dampfgaren. dass mich das besonders interessiere, hatte ich nämlich frech behauptet. irgendeine begründung schien mir einfach notwendig. dachte ich halt.
als wir heute ein wenig zu spät eintrafen, roch es zwar schon recht gut. leider erkannte der a. an den nicht vorhandenen vorbereiteten zutaten allerdings sofort messerscharf, dass er da jetzt keinesfalls selber kochen würde dürfen. nur zuhören, seine lieblingsbeschäftigung. der h. wiederum interessierte sich auffällig und ausschließlich für sämtliche neuesten gasherdmodelle in den weitläufigen ausstellungs-räumlichkeiten, dass ich ganz allein durch schwer konzentriertes zuhören die familienehre retten musste.
ich weiß jetzt genau, was der unterschied zwischen einem dampfkochgerät und einem kombigerät ist. ich weiß, mit welchem schwamm man das ganze ausschließlich trockenlegen darf und wie oft das wasser nachzufüllen ist. ich werde nie wieder speisen ordinär aufwärmen, sondern nur mehr höchst vornehm regenerieren. und ich weiß jetzt auch, dass man fisch und buchteln auch gerne auf einmal machen kann, während henderl (braun und knusprig) und gemüse (schonend) gemeinsam wiederum gar nicht geht. und ich weiß, dass mir leute, die auf granderwasser schwören, immer schon suspekt waren.
abkaufen werde ich das gerät weder in der einfachen, ziemlich teuren, noch in der kombinierten, empfindlich teuren variante übrigens weder der firma a, noch der firma b. gegessen haben wir allerdings ausgezeichnet.
la-mamma - 23. Apr, 21:05
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fragte mich gestern meine mutter.
"ich brauch neue schuhe und ich treff meine portugiesische freundin!"
"und deshalb fliegst du nach luxemburg???"
"naja, eine sitzung hamma dort auch..."
la-mamma - 20. Apr, 16:35
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