zu ostern
ein western,
im osten
brauchst westen,
und auch im norden
kann man südern,
weils
grad so
friert.
das ist mein heutiger beitrag zum tag der poesie.
morgern
geb ich mir mehr mühe
als gestern.
und ich weiß schon heute, dass das kein gedicht
sondern nur zeilen mit umbrüchen sind;-)
la-mamma - 22. Mär, 19:46
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als ich das folgende gedicht heute früh auf ö1 gehört hab:
"es wird frühling,
alles schimmert,
nur die kiefer leise wimmert.
jammert über winterschäden -
muss zum kieferorthopäden!",
wär ich vor lauter lachen fast dem kollegen r. hinten drauf gefahren.
edit: gegoogelt hab ich den autor jetzt auch, die zeilen waren aber so einprägsam, dass ich sie oben ohne probleme wiedergeben konnte. jedenfalls ist es von wiglaf droste, dem ich hiermit herzlichst zu diesem werk gratuliere;-)
pps: zeichensetzung in diesem beitrag nach:
https://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Interpunktion/Anfuehrungszeichen.html#Anchor-Zitat-35882
la-mamma - 20. Mär, 20:45
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wenn der a. das lied mit dem titel hört, dann möchte ich es ihm immer abdrehen - er ist doch erst zwölf, was fängt er mit so einem text schon an? und ich mag den text nicht, er kommt so schleichend daher und besingt daneben auch sexuelle gewalt, vor der ich meinen sohn doch beschützen will.
beim zappen auf arte hängengeblieben: da muss also ein gewisser patrick s. jetzt fast vier jahre ins gefängnis - wegen inzest mit seiner schwester. vier kinder haben die beiden miteinander, zwei davon schwer geistig behindert.
er selbst sieht sich als unschuldig, das gesetz versteht er nicht.
auch andere wurden gefragt - extreme standpunkte waren zu hören: wenn das schlechte erbgut ein strafrechtlicher tatbestand sei, dann müssten ja alle ins gefängnis, wer über 35 ein kind kriegt, genauso wie jemand mit erbrisiko brustkrebs. rolle der dame hab ich vergessen.
wenn man solche sachen weiterdenke, sei es nicht weit zu anderen gewalttätigkeiten - so sinngemäß ausgerechnet der pastor.
alle taten sich schwer, manche konnten den sachverhalt nicht einmal beim wort nennen.
ein betroffener sprach von menschenrecht, und dass eben nicht alle gleich seien.
"lex iniusta non est"* geht im kreis weiter: "lex iniusta non est lex"** - das schlusswort des verteidigers.
kaum ein vorstellbares menschliches verhalten ist nicht irgendwo die norm. auch wenn es bei uns ein tabu ist.
die mutzenbacher ist inzwischen weltliteratur.
die alten ägypter hatten eben andere normen.
nur - warum einen teil eines paars,das gegen unsere jetzigen verstoßen hat, so hart bestrafen? und wieso wird kindesmissbrauch - soweit ich das beurteilen kann - meist viel weniger hart bestraft?
* ungerechtes recht ist nicht
** ungerechtes recht ist nicht recht
https://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,540272,00.html
la-mamma - 19. Mär, 22:13
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herr deprifrei hat vorher gefragt, und deshalb beschreibe ich ihn jetzt einmal ganz ausführlich danach;-)
während wir noch beim ausgedehnten frühstück saßen, rief eine recht verzweifelte a. an. ob ihre geldbörse vielleicht in unserer wohnung oder in meinem auto sei, sie könne sie nicht finden. a. logiert grad in der wohnung vom h., die verborgen wir ab und zu an gäste aus dem hospitalityclub. gestern abend angekommen, und dann recht umweglich vom flughafen über den westbahnhof zu mir gefahren, denn da seien sie einfach in den nächsten bus eingestiegen. und am westbahnhof hat sie dann ein 72-stunden-ticket für wien gelöst, und irgendwer hat wohl sie und ihre tochter dabei beobachtet, und sich die situation mit zwei damen mit viel gepäck und einer handtasche, deren verschluss kaputt ist, zu nutze gemacht.
ich führte die beiden zum nächsten wachzimmer, die polizistin dort war extrem freundlich, wenngleich sie auch ein bisschen gar viel lachte, was mir der situation ein wenig unangemessen schien. in deutschland seien die viel mehr von oben herab, meinte die a. danach, besser aufgelegt war sie dann aber auch nicht.
*
wegen b. hab ich dann über schreibhemmungen nachgedacht, und dass ich seit fast zwei jahren nichts, das mir selber gefiel, geschrieben habe, den längsten nicht "alltagstext" vielleicht noch als herr trithemius zu seinem literarischen experiment einlud. dabei würden die m. und ich gerne etwas eigenes miteinander (falls das kein widerspruch in sich ist) machen, nur - ich bin zu faul, zu inkonsequent und vielleicht auch zu beschäftigt, mich wirklich wieder hinzusetzen. wenigstens lyrik, dachte ich, wobei lyrik ja eigentlich mehr arbeit, aber wenigstens dann kürzer ist. und ich da noch seltsame ansprüche habe, wie etwa dass es sich gut reimen soll und witzig sein muss. nachdem die ersten beiden mir eingefallenen zeilen "warteschlange wartet lange" offensichtlich besser keine fortsetzung erfahren, schrieb ich einen prosatext übers warten, der so schlecht war, dass ich ihn - was ich äußerst selten mache, da es ja fast einer kindesweglegung gleichkommt - schlicht wieder gelöscht habe.
*
der h. wollte aber eh schon längst gehen, also gingen wir tatsächlich ins belvedere, wobei die messerschmidt-cragg ausstellung ausgezeichnet, aber viel zu klein ist. dafür bin ich die räume dreimal abgegangen, zuerst ohne zu kapieren, dass auch craggs plastiken verzerrte gesichter darstellen, ein zweites mal mit genauester betrachtung aller skulpturen und ein drittes mal mit der beschreibung, wobei es mich erheiterte, dass da im folder offensichtlich ein exponat falsch bebildert war. und da wir schon dort waren und es im eintritt inkludiert war, sah ich auch noch etliche werke von kokoschka, freute mich über die allgegenwärtige alma mahler und wunderte mich im anschluss, wieso ausgerechnet im belvedere das cafe einmalig scheußlich untergebracht und eingerichtet ist.
*
abends kamen dann die a. und ihre tochter zum essen, vor allem die mutter deutlich aufgeheitert von der fiakerseligkeit, die wien auch an regentagen so zu bieten hat, die tochter war schon in der früh nicht nicht so bedrückt. das mädel gefällt mir, wohnt mit 16 allein mit einer freundin in berlin, weil das mit ihrem internat irgendwie nicht geklappt hat. so selbständig wär ich in dem alter wohl nicht gewesen, geschweige denn, dass meine eltern in ihrer überfürsorge so etwas zugelassen hätten. und jetzt schaut sie sich eine andere schule in wien an, vielleicht würde es ihr da noch besser gefallen.
*
blogger werden bisweilen von ihren blogs aufgefressen, las ich dann noch irgendwo im "vorbeigehen", das würde ich so nicht unterschreiben. als ich mir aber zum vierten mal recht unmittelbar hintereinander meine abonnnements anschaute, ob ich nicht doch schnell noch irgendwo vorm schlafengehen hineinlesen sollte, dachte ich vielleicht an eine erweiterte fassung des satzes und nahm mir fest vor, am nächsten tag mit meinem roman zu beginnen.
la-mamma - 17. Mär, 19:11
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Im November verbrachten wir ein paar Tage in Amsterdam bei T. T. ist ein fünfunddreißigjähriger, groß gewachsener Kanadier, der seit seinem zwölften Lebensjahre mittlerweile insgesamt 19 Jahre in verschiedenen Ländern Europas verbracht hat, seinen eigenen Angaben nach sieben Sprachen fließend spricht, in ein paar Arthousefilmen mitgewirkt hat, manchmal Engel in seiner Wohnung spürt und kein Sprachlehrer mehr sein möchte. Er klagte viel, als wir da waren – die niederländischen Frauen seien alle unendlich arrogant, keine wolle ihn und außer mir und seiner Mutter fände ihn anscheinend überhaupt niemand attraktiv. Nicht einmal sein griechischer Cousin, der zufällig auch in A. lebe, hätte sich von ihm zu einer eingetragenen Lebensgemeinschaft überreden lassen, aber er sehe keinen anderen Ausweg mehr – er müsse Europa wohl endgültig verlassen, da er gerade ohne Job und Aussicht auf einen solchen sei. Deshalb rentiere es sich offensichtlich auch nicht mehr, irgendeinen Boden in seiner Wohnung zu verlegen, und ich verkühlte mich ein bisschen durchs Schlafen auf einer Luftmatratze am Estrich.
Die vielen Fotos von nackten Frauen auf dem Küchenkastel würden wohl auch keine beeindrucken, meinte der H. im Nachhinein, mich wunderte die ganze Zeit der über die Heizung drapierte BH. Sei´s drum, mein Heiratsangebot (es hätte ja jede EU-Bürgerin sein können) sprach ich dann doch nicht aus, da musste mich der H. gar nicht extra zurückhalten.
*
Vier Monate später besuchten uns T. und sein Cousin in Wien. Gefasst auf einen traurigen Abend mit langen Gesprächen über die Schlechtigkeit der Frauen im Allgemeinen und der Niederländerinnen im Besonderen, kam es ganz anders: Er habe eine kennen gelernt, die hätte sogar „I love you“ zu ihm gesagt, und ihn bereits mit zu ihren Eltern geschleppt. Was willst du mehr, fragte sein Cousin – ein recht witziger, wenn auch ein wenig zynischer Zeitgenosse. Das ist es doch, was du die ganze Zeit gesucht hast, sekundierte ich, und selbst der H. schwieg recht wohlwollend dazu. Nein, das sei es eben nicht, meinte T., es sei zwar schön, wenn er bei ihr sei, und wenn sie ihn berühre, aber er wolle eigentlich niemanden in seiner Wohnung haben. Und er wolle eigentlich frei sein, und er könne sich gut vorstellen, irgendwo als Pornodarsteller ganz groß heraus zu kommen. Das sei aber ein hartes Brot für Männer, meinte der H. Du bist völlig bescheuert, meinte der Cousin. Bisschen seltsamer Berufswunsch sei das – und soweit ich es wisse, wird in Pornofilmen auch nicht mit dem größten Vergnügen dabei gevögelt, sagte ich. Ich muss ihn wirklich demnächst fragen, ob er schon geheiratet hat.
.
la-mamma - 16. Mär, 18:08
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lässt eine halbe flasche duschgel über ihre sportsocken und trainingshose laufen und erfreut sich dann am intensiven bodyogurtgeruch (cr. bei palmolive) der ganzen restlichen buntwäsche.
weitere tipps (- z.b. wie hacke ich große knoblauchmengen?) nur auf ausdrücklichen wunsch!
la-mamma - 16. Mär, 10:31
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gestern hab ich ganz viel gelernt:
ein bauern-cordon-bleu ist eines mit ganz viel sambal oelek, und deshalb ein bisschen scharf.
a-capella-bands gründen sich prinzipiell am klo, deshalb sind sie so selten gemischt.
die lindgrünen eier schmecken noch besser als die blauen, während die orangen fast grauslich sind.
der h. kann besser englisch, wenn er nicht nervös ist.
mit leseschuhen sollte man nicht gehen und stehen müssen.
bilderbücher kann man auch vorlesen, die texte von frau lehner waren aber verständlicher.
rawhide ist ein ohrwurm, das lied hab ich noch um vier uhr früh geistig gesummt.
es ist möglich ein winterquartier, für sechs leute einen tag vor den semesterferien für ebendiese zu finden.
frau sternenstaub und ich arbeiten beide in einer anstalt, aber nicht in derselben.
die s. hat mir gestanden, dass sie die testsiegerin doch noch nie vorher gesehen hat, nachdem sie es entschieden behauptet hat und diese behauptung auch noch beim ersten anblick entschieden aufrecht erhalten hat.
unsere freunde essen mehr kuchen als die family.
ps : mein adabei- unter erwähnung aller stars und sterne
gesichtet wurden von den hierorts bekannten in der reihenfolge ihres auftritts:
herr peinlich ...
hier gehts zur musik
frau testsiegerin .....
hier geht´s zum text
herr h. -
hier gehts zum buch
und im publikum:
frau morphetetis, die aus einem ganz speziellen grund da war
herr blackmage, der das beschreibt
frau sternenstaub, die auch eine gute ortskenntnis haben dürfte
herr lovehunter, der statt mit einem buch mit einer "reiseleiterin" gegangen ist
frau irishwolfhound, die sogar zwei von drei protagonisten vorher kannte.
und natürlich frau datja, frau dr. blubb und ihre freundin;-)
und bei den anderen weiß ich nicht so genau, ob sie sich einen zweiten tag oder sonstwo ein blog halten;-)
la-mamma - 15. Mär, 12:17
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- muss ich mir heute früh gedacht haben, als ich das auto ein wenig weiter an die garagensäule fuhr, als dem außenspiegel gut tat sonst. jetzt sieht der spiegel so aus, als ob ich ein bisschen davon abgebissen hätte. wenigstens habe ich daher bald links und rechts einen in nicht-wagen-farbe;-(
la-mamma - 13. Mär, 21:38
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leider kann ich nur die zwei sätze eines gerade gehörten gesprächs wiedergeben:
"WAAAAS? DIE KAUFT NICHT IM BIO-SUPERMARKT EIN!!!"
gekreischt von einer weiblichen stimme in einer lautstärke, dass ich eher an den zustand völliger trunkenheit denken musste
"NA SICHER HAT DER BILLA BIO-SACHEN!!!"
und das jetzt wirklich gebrüllt - in ein münztelefon am praterstern und der h. hat mich einfach weitergeschleift ...
*
wenn ihr euren ohren etwas entschieden besseres antun wollt:
am nächsten dienstag im celeste (hamburgerstr. 18, 1050 wien)
free-motion - - da werde ich fast so sicher sein
wie da
diesen freitag!
la-mamma - 11. Mär, 21:59
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