Freitag, 25. September 2009

der neueste schmäh

scheint mir, bewerbungen spam-mäßig zu verteilen. das begleitmail war allerdings diesmal in bestem deutsch gehalten. und über folgenden absatz war ich ganz besonders erleichtert:

"Es handelt sich hierbei um keine konkrete Beauftragung bzw. Ausschreibung Ihrerseits. Sollten Sie kein Interesse an dem vorgestellten Profil haben, brauchen Sie nicht notwendigerweise zu reagieren, da Ihnen dann keine Verbindlichkeiten entstehen. Unsere AGBs treten nur in Kraft, wenn Sie Interesse an dem Kandidaten haben. Die "ab und zu" CV-Vorstellungen werden von vielen Kunden gewünscht, damit Sie sich einen Eindruck ueber die Qualitaet des Marktes machen koennen und zum anderen die Moeglichkeit haben, bei Interesse schnell zu reagieren. "

und meine reaktion erfolgte quasi reflexartig : "bin an keinen news-lettern dieser art interessiert - la-mamma".
wenn die abmeldemöglichkeit jetzt nur nicht auch ein böser trick war;-)
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Mittwoch, 23. September 2009

was wir in 10, 20 jahren brauchen werden ...

egal, ob erblich vorbelastet oder von meist guten lehrern motiviert, es muss raus: mein sohn liebt mathematik!

gestern abend sitzt er vor dem computer und erklärt mir begeistert eine formel, wie er zu zwei beliebig großen zahlen so schnell wie möglich den größten gemeinsamen teiler herausfindet. nach translation aller einschlägigen französischen begriffe, kapiere ich es auch. und bemerke so nebenbei, dass witzigerweise in den österreichischen schulen eine andere (durchaus langsamere) methode gelehrt wird.

darauf er leicht entsetzt: "aber mama, meine ist doch schon von euklid!"

ps: trotzdem glaub ich, dass nur lehrer ernsthaft annehmen können, dass das, was sie unterrichten, in 10, 20 jahren bei ganz unbestrittenem bedarf erinnert werden könnte;-)
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Sonntag, 20. September 2009

BRIGITTE

beim madprofessor wurde einmal dasselbe behauptet und seither geh ich mit dieser nunmehr startenden artikelserie schwanger ...

Präambel 1: Wenn Eltern ihrem Kindlein einen Namen geben, so haben sie unter Umständen mit anderen Eltern, die ihrem Kindlein einen Namen geben, etwas gemein: Sie müssen ja irgendwie zur selben Entscheidung gelangt sein und daher müssen sie irgendwas auch nachher ähnlich machen und daher müssen alle NamensträgerInnen desselben Namens irgendwann auch irgendwas mehr gemein miteinander als mit anders Gerufenen haben ...

Präambel 2: Natürlich gilt nicht alles für alle gleich, also - bei besonderer Betroffenheit einzelner Leserinnen des heutigen Beitrags: dann bist Du, liebe Brigitte, natürlich die Ausnahme, die die Regel bestätigt!

Aber jetzt, meine höchst subjektiven Beobachtungen, gemischt aus meiner Schwester, meiner Sekretärin, meiner leider schon verstorbenen Lieblingstante, drei Schulfreundinnen, zwei sehr guten Freundinnen meiner Schwester, zwei Kolleginnen und natürlich auch bei den hier Mitlesenden, bei denen ich gleich einmal annehme, dass sie meine Vorurteile mit Fassung tragen werden! Und bei wieder anderen hier Mitlesenden weiß ich ja eventuell gar nicht, dass ich sie auch meine;-)
*
Brigittes sind gesellig. Ich kenne KEINE, die nicht einen großen Freundeskreis pflegt, die nicht meist gleich mehrere Freunde und Freundinnnen hat, die sie - wenn schon nicht ihr ganzes - zumindest mehr als ihr halbes Leben begleiten.

Sie stehen durchaus auch ganz gern im Mittelpunkt der jeweiligen Gesellschaft, unterhalten auch schon einmal alle, wobei sie sowohl über sich selbst als auch über andere herzhaft lachen können.

Im Gegensatz dazu leiden sie eher lieber allein - oder pflegen das nur Wenigen mitzuteilen pflegen, sodass sie sich durchs ewige Sunny-Girl-Image manchmal sogar selber wieder rausreißen. Denn dem wollen sie bisweilen mehr entsprechen, als zuzugeben, dass es grad gar nicht so rosig ist.

Das ist auch insofern spannend, als ich keine Brigitte kenne, die nicht äußerst eloquent wäre. Vielleicht entwickelt sich das so, wenn man nicht immer gleich durchschaubar sein will.

Alle Brigittes, die mir grad einfallen (und das sind mehr als ich Finger an einer Hand hab) sind nämlich in der Liebe gebrannte Kinder - keine ist nicht geschieden, wobei das jetzt auch nicht mehr viel aussagt - aber die vorige Anzahl minus einer hat seit der letzten Trennung, die weh getan hat und die womöglich schon lange zurückliegt, noch immer nicht den Traumprinz gefunden. Den hätten sie zwar alle verdient, nur rennen halt so wenige herum. Und obwohl die Brigittes geradlinige Frauen sind, finden sie sich in Konstellationen, die überhaupt nicht zu ihnen passen. Um nicht zu sagen in "Beziehungsvarianten", die sie - die sie grundsätzlich über sehr klare Ansichten und Einstellungen verfügen - garantiert auch schon einmal heftigst abgelehnt haben.

Sie lieben Kinder - entweder haben sie überdurchschnittlich viele eigene oder überdurchschnittlich viele Tauf-, Firm-, Nichten- oder Neffenkinder, um die sie sich auch kümmern. Deshalb werden sie natürlich auch immer wieder Tauf- oder Firmpatin, die Anzahl der Nichten und Neffen ist natürlich ein wenig unabhängiger.

Interessant ist ihre Hilfsbereitschaft: Ein wenig klagen sie darüber, dass das grundsätzlich von ihnen erwartet wird - von hilflosen Helferleins sind sie aber doch recht weit entfernt. Nicht nur eine Brigitte macht wohl ab und zu etwas, zu dem sie sich "breitschlagen" hat lassen, aber auch nicht nur eine kann auch recht gut Nein sagen.

Brigittes haben überhaupt meist vielfältige Interessen. Beruflich zwar tüchtig, interessiert es sie meist weniger, vorwärts zu kommen, wichtiger ist es ihnen, ein bisschen so wie im Privaten, mit den KollegInnen gut auszukommen , bzw. überhaupt Spaß bei der Arbeit zu haben. Darüber hinaus macht aber JEDE intensiv noch irgendwas völlig Anderes, oft Kreatives - ob sie jetzt ein Töpferatelier im Keller eingerichtet hat, alte Möbel restauriert oder Dinge selber bastelt, denen man´s nachher nicht ansieht ...

Außerdem haben sie einen gewissen Hang zum "Astrologischen", das springt mir als alter Skeptikerin auch besonders ins Auge.
Während sie aber auch wieder ganz rational und vor allem rationell sein können - sie bringen durchaus was weiter, organisieren höchst effizient, und können auch schon ein wenig ungeduldig werden, vor allem wenn ein Beitrag so lang ist ...
(Ich schau dann einfach in den Kommentaren, ob sie bis hierher bei der Stange geblieben sind;-) )

Jedenfalls haben die Brigittes in meinem Leben sozusagen miteinander auf jeden Fall den prominentesten Platz unter den Frauen - und das nicht nur der großen Anzahl wegen. Ich würde keine von ihnen missen wollen!

PS: Vielleicht schreibe ich das nächste Mal vorsichtshalber über den Namen Harshpreet.
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Freitag, 18. September 2009

ich hab mich vernetzt!

weit entfernt davon, überhaupt zu wissen, wer gestern wo eingenetzt haben könnte, hab ich ein viel damenhafteres programm absolviert:
seit ungefähr einem jahr als vages vorhaben geplant, hab ich gestern - ganz ohne hilfreichen arm einer freundin - ganz einfach ganz allein eine veranstaltung eines frauennetzwerkes aufgesucht.

also dort war ich natürlich nicht ganz allein: die mir bis gestern ebenfalls nicht bekannte vortragende, scheint eine art zugpferd zu sein, jedenfalls hat sie - wenn auch nix besonders neues oder dramatisches - selbiges höchst professionell und amüsant vor zahlreich erschienenem publikum vorgetragen.

ich weiß jetzt zum beispiel, dass man arbeit nicht als "milde krankheit" betrachten sollte - so nach dem motto: es tut ja ned wirklich weh, aber so recht angenehm ist es wiederum auch ned ...
und wieviel cm ikea-band mir von meiner lebenszeit übrig bleiben, um ab morgen zufriedener als zufrieden zu werden ...

meine sitznachbarin wollte ich in unmittelbarem anschluss an die präsentation mit der IMMER zutreffenden bemerkung erheitern, dass die zweite wortmeldung "danach" immer vollkommen unnötig ist. ich bin mir nicht sicher, ob sie mich gleich verstanden hat, aber nachdem eben dieser herr (ja - es gab auch ungefähr fünf männliche wesen!) für seine nichtssagende aussage auch noch besonders lange brauchte, hatte ich dann schon die erste nicht mehr ganz so unbekannte.

nach dem vortrag haben einander vielleicht am nicht-stallgeruch erkennbar noch ein paar andere - durchaus extravertiertere - novizinnen und ich (gestern in mittelschüchtern gestimmt) so spontan zusammengefunden, dass ich mich

a) aufrichtig freue, wenn ich genau die - jetzt aber geplanterweise - wiedersehe
und

b) nach dem gelungenen einstand ziemlich sicher wieder in dieses docht recht reale netz begeben werde. man kann ja nie wissen;-)
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Donnerstag, 17. September 2009

wartungsarbeiten

diese woche habe ich warten geübt:
im unfallkrankenhaus.
im allgemeinen krankenhaus.
an der busstation, deren verlegung mir entgangen ist.

außerdem eingestreut:
warten aufs (wieder) einschlafen.
warten aufs essen.
waren auf einen anruf.
warten auf einen aufzug.
warten an der supermarktkassa.
warten auf die netzwerkverbindung.
warten auf eine entschuldigung.
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Sonntag, 13. September 2009

"mir rauchen nix!",

hab ich den zollwachebeamten an der tschechisch-österreichischen grenze heute mit solcher inbrunst und in derartig entrüstetem tonfall erklärt, dass die einerseits sofort annahmen, dass es sich bei mir quasi um eine militante nichtraucherin von geburt an handelt, andererseits umgehend von einer durchsuchung des wagens absahen.
wenn ich das schon früher so überzeugend gekonnt hätte!;-)
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Dienstag, 8. September 2009

ziemlich überflüssig

fand ich übrigens in letzter zeit "inglorious basterds". es waren ja schon die kritiken höchst widersprüchlich, hier mein senf dazu: ich fand den film weder witzig, noch spannend, noch besonders intelligent. das schien aber irgendwie die intention des ganzen gewesen zu sein. ausgezeichnet waren die schauspielerInnen - nur - das reicht (mir) schlicht nicht.
wer´s nicht kennt und wer sich etwas viel besseres, lustigeres und klügeres ansehen will, dem sei stattdessen "sein oder nicht sein( - heil hamlet)" aus dem jahr 1942(!) ans herz gelegt.
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Montag, 7. September 2009

mathematisches untalent?

ich sudere jetzt nicht darüber, dass ich beim greißler ums eck gerade 4 euro 40 für einen liter milch und 10 dag schinken bezahlt habe. ich lasse auch niemanden ausrechnen, was somit ein blatt schinken, zieht man die 1,29 für die milch ab, in schilling gekostet hätte. nein, das wird ein ganz ernsthafter, subjektiver beitrag zum schulanfang.

wir waren in der siebten und achten klasse ganze 16 schülerInnen, wir galten als äußerst kreativ und angenehm - kurz und gut: wenn bei uns ein lehrer schwierigkeiten hatte, dann handelte es sich definitiv um eine berufsverfehlung. wir diskutierten etwa mit solcher freude im religionsunterricht, dass die abgemeldeten allen ernstes wieder da blieben, weil es so spannend war.

fünf von den sechzehn hatten auf jede mathematikschularbeit mindestens ein gut, meistens eher ein sehr gut. der rest hatte ein knappes genügend und jedes zweite mal genügte es eher nicht. die mathematikprofessorin verzweifelte: fünfen reichten ihre erklärungen immer, fünf versuchten den anderen elf in liebevoller kleinarbeit den nachhilfeunterricht zu ersparen.

es nützte alles nichts, unsere hochbegabung für alte sprachen, unsere besten aufsatzschreiberInnen, unsere begnadetsten theaterspielerInnen, die eine unserer zwei späteren universitätsprofessorinnen, die drei, die musiker wurden, die bestens von ihrem beruf leben können, die drei späteren ärzte und der jurist - sie alle hatten einfach kein talent für mathematik.

zwei ließen sich allerdings nicht davon abhalten, mathematik zu studieren - in der anscheinend doch wiederum nicht immer unbegründeten hoffnung, dass es auch auf gute erklärungen und motivation ankommen könnte. teils, teils, würde ich sagen, zwanzig jahre und vier berufswechsel später;-)

ps - weil´s grad passt - ein leicht lösbares rätsel:
die mutter wird in fünf jahren fünf mal so alt sein wie das kind. wie alt sind die beiden heute - und was macht der vater im moment?
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hier fehlt was;-)

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