Samstag, 28. März 2009

und was schüttelt so in euren mägen?

in unsre leeren bäuche
kamen heut bärenläuche.
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Donnerstag, 26. März 2009

ohne titel.

20 Minuten Verspätung. Nie komme ich irgendwohin pünktlich. Und dafür kann ich doch gar nichts. Ich werde überhaupt nicht aussteigen. Ich werde weiterfahren. Ich kenne Köln nicht, ich kenne den Herrn nicht, der da auf mich wartet, ich kenne mich selber nicht mehr. Am Telefon hat er sehr jugendlich geklungen. Ok – er IST sieben Jahre jünger – aber was sind schon sieben Jahre? Ein lausiger Liebhaber sei er, hat er geschrieben, das hat mir noch nie jemand vorher gesagt. Das glaub ich nicht, das kann nicht stimmen, oder? Ich bin falsch angezogen, mir ist heiß, ich schwitze. Wer weiß, ob er da sein wird? Zwanzig Minuten sind lang, warum hab ich ihm nicht gesagt, aus welcher Richtung ich komme? Verdammt, nichts hab ich ihm gesagt, nicht, dass ich verheiratet bin, nicht dass ich ein Kind hab, nicht, dass ich ziemlich viel gelogen hab, um jetzt überhaupt in diesem Schei—zug nach 11 Stunden Fahrt ... Er hat gesagt, er liebt mich. Wie hat er das sagen können, ohne mich je wirklich gesehen zu haben? Nur meine Fotos, meine Texte? Das kann nicht funktionieren, oder? Er wird gar nicht da sein. Noch eine Viertelstunde. Viertel nach, Viertel über, ich lass mich für dich vierteilen. Sagt man alles so, bei uns. Ein Viertel Rot wär jetzt auch nicht schlecht. Bitte lieber Gott, lass ihn nur keinen Säufer sein. Warum hab ich danach nicht gefragt? Wenn er säuft, renn ich sofort davon. Ich versprech mirs. Wieso bin ich damals beim G. so lang geblieben? Wenn ich einen Neuen hab, wird´s leichter gehen zu gehen. Tus doch, sagt die L. Meine Freundin L. – komm ich hab eine Superidee, sagt sie, wir machen ein Fest, und jeder bringt wen mit, den er nicht mehr braucht. Das kann nur der L. einfallen. Warum hab ich nur mein Handy daheim gelassen? So ein Schwachsinn, der G. würde mich nie orten wollen, oder? Wieso drängen die alle so? - Wir sind ja eh gleich da. Er wird wissen, dass ich nichts dafür kann. Er wird warten, obwohl ich gesagt hab, ich werde nie wieder länger als 15 Minuten auf irgendjemanden warten. Er ist ja nicht ich. Er war mir so vertraut aus 1000 km Entfernung. Rote Augen jeden Morgen, aber ganz viel schöne Worte. Ich bin total verrückt. Ich dich auch, habe ich geschrieben, und mir gedacht, es stimmt nicht. Ich kann da nicht aussteigen. Ich kann da nicht aussteigen. Es wird sowieso zu spät sein, ich kenne mich da nicht aus, ich brauche ja nur vorbei zu gehen. Noch fünf Minuten. Ich trommle mit den Fingern ans Fenster. Ich tät gern eine rauchen, aber das ist ja in allen Zügen verboten und aufgehört hab ich ja eigentlich auch. Fünf vor zwölf. Haha. Du hattest immer schon Torschlusspanik, hat mir mal der P. gesagt. Aber mutig find ich mich irgendwie auch. Vielleicht ist er´s ja doch. Keine zweite Chance für den ersten Eindruck, ich muss aufs Klo, das geht erst recht nicht, weil all die Menschen da jetzt schon im Gang stehen, und ich mein Gepäck natürlich auch schon rausgestellt hab, und meinen Koffer nicht allein lassen will, aber zurück ins Abteil geht auch nicht mehr. Der ältere Herr hinter mir lächelt. Plötzlich ist mir alles egal. Ich werde da aussteigen. Ich werde auch so lächeln, ich werde da sagen, was ich will und was ich nicht will. Ich werde ja jetzt schon so geliebt – unbekannterweise, was soll da noch schiefgehen? Ich lächle ein wenig verbissener. Beim Schiefgehen kenn ich mich aus. Und ich weiß plötzlich, was er zu mir sagen wird: „Willst du gleich wieder umdrehen?“ wird er mich fragen, denn alles wird sich wiederholen. „Nein“, werde ich sagen, egal, was ich mir denke. Und ganz stolz werde ich auf mich sein, dass ich dieses Wort als erstes gesagt haben werde.

obiger text ist aus dem archiv gekramt, war einmal ein beitrag von mir zu einem literarischen experiment. was neues fällt mir im schon ziemlich lang andauernden moment leider nicht ein ...
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Mittwoch, 25. März 2009

fantasie

Als meine Großmutter noch eine rassige, ein wenig mollige Frau war, bettelten wir zwei Enkelinnen rechts und links von ihr im Bett liegend, die Köpfe auf je einen weichen Busen gebettet nicht etwa um noch eine Geschichte, sondern immer nur darum, dass die eine und einzige Geschichte noch weitergehen möchte. Und sie setzte mit ihrer angenehmen tiefen Stimme die Abenteuer des Hundes Flocki, seines Herrl, des Jägers, und aller Menschen oder Tiere, die die beiden so trafen, Abend für Abend fort.

Als wir in der Unterstufe in Deutsch zum ersten Mal die Aufgabe hatten, einen Fantasieaufsatz zu schreiben, war ich völlig ratlos. Alle Erlebnisaufsätze, die ich bis dahin abgegeben hatte, waren ausschließlich meiner Fantasie entsprungen und insgeheim war ich recht stolz darauf, dass ich die alle so glaubwürdig hingekriegt hatte. Da ich das nicht zugeben konnte, fiel mir zum gestellten Fantasieaufsatzthema die längste Zeit nichts ein. Noch weniger fiel mir nur mehr zur Deutsch-Matura ein, da waren die Auswirkungen allerdings gravierender.

Wenn ich ein Buch am Abend zuklappe, oder mich ein Film ziemlich gefesselt hat, träume ich danach oft eine unmittelbare Fortsetzung. Bei den Büchern manchmal sogar in gedruckter Form – ich träume also Textzeilen, die ich mit den Augen abwandere. Um diese Traumprodukte tut es mir richtig leid, da ich mich im Schlaf meistens recht gut damit unterhalte, würde ich sie gern irgendwie einmal ins Wache retten.

Ob das auch etwas mit Fantasie zu tun hat, dass ich mich manchmal wie Figuren aus Geschichten, die ich gerade lese, fühle und womöglich auch noch eher zu denen und weniger zu mir passende Antworten gebe, überlege ich noch.
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Dienstag, 24. März 2009

letzten endes doch recht überschaubar ...

die pizzeria hätte leider zu, meinte die nette dame an der rezeption auf unsere frage nach einem netteren lokal in der näheren umgebung. und das andere gasthaus heute auch. na, das können wir ja morgen nehmen, scherzte ich. nein, leider, das sei heute und morgen geschlossen. etwas drittes wisse sie leider nicht.
*
eine busfahrt der etwas anderen art. ich kenne jetzt in groben zügen den entwurf zum neuen prostitutionsgesetz in oberösterreich und was daran auszusetzen ist. außerdem das ehemalige wohnheim der arbeiterinnen der lederfabrik. die fünfhundert aufkleber gegen rassismus habe ich im hotelzimmer vergessen.
*
museumstage hätten es zwei werden sollen, gestern wurde ich allerdings krank, sodass der h. ganz alleine feststellen durfte, dass am montag in linz sowieso alles geschlossen hat.
*
dafür hab ich im ars electronica einen satz nur mit meinen augen geschrieben und mir im lentos gedacht, dass "best of austria" ein wenig gar lieblos kuratiert worden ist. das konzept, dass einfach jedes andere museum "irgendwas" hergibt und das wird dann nebeneinander gezeigt, scheint mir doch überdenkenswert.
*
selbstverständlich hab ich auch ein stück linzertorte gegessen. in einem anderen lokal hab ich bookcrossing entdeckt.
im "haus der geschichten" hab ich netterweise auch eine hinterlassen, und ein wenig gestrickt.
*
die abendgestaltung war ein wenig schwierig, das angebot mehr als überschaubar. amon amarth waren leider schon am freitag (und wir sind erst am samstag gekommen) - wobei überreste am sonntag früh noch in der hotelbar anzutreffen waren.
*
wenn es nach meiner mutter gegangen wäre, wäre ich da aufgewachsen. nicht in der hotelbar, aber ...

IMG_1486
alles eine frage der perspektive;-)
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Freitag, 20. März 2009

ich bin dann mal weg ...

manche glauben, ich hätt´s mir bei meiner mutter abgeschaut: bevor ich wegfahre , räume ich immer halbwegs auf. sie putzt ihre wohnung allerdings sehr viel gründlicher und es unterscheiden sich unsere begründungen auch deutlich. sie macht das, weil - "wie schaut das denn aus, wenn uns was passiert?" - fremde könnten was schlechtes denken. ich hingegen mach´s aus reinstem optimismus. wenn wir wiederkehren, dann hab ich mich wenigstens nicht umsonst bemüht.
in den nächsten monaten sind die städte mit L dran. in die frischgebackene kulturhauptstadt bin ich ab morgen eingeladen, in die vorvorjährige kulturhauptstadt muss ich voraussichtlich im april, und in die besonders krisengeschüttelte nurhauptstadt darf ich zu pfingsten.
und jetzt stell ich mir die frage: wär´s nicht doch exotischer gewesen, für vilnius staubzusaugen?
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Sonntag, 15. März 2009

ist es eine frage der ansprüche?

die frau frogg hat mich dazu gebracht, über ansprüche an einen partner nachzudenken ...
zu viel scheint mir ungesund: da ist dann irgendwie niemand mehr gut genug, die besonders anspruchsvollen sind dann schon ein wenig lang allein geblieben. das kann sich jeder und jede natürlich auch als zutiefst empfundenen persönlichen lebensgestaltungswunsch reframen, so richtig glaubhaft ist es selten.
zu wenig scheint mir unvorteilhaft: da hätte zwar meine freundin m. recht, die behauptet, man könne praktisch mit jedem sein leben teilen, ich fürcht nur, die entsprechende meinerseitig erforderliche anpassung könnte sehr unbequem werden. außerdem wird der partner dann ein wenig beliebig.
trotzdem will ich die frage so nicht beantworten. anscheinend setze ich diese meine potenziellen ansprüche zu sehr mit dem entsprechenden druck, diese erwartungen auch zu erfüllen gleich.
ich nehm die andere formulierung: was soll es sein, das mich und einen partner länger zusammenhält?
wobei ich mich frag: ist das nicht eh alles selbstverständlich?

nun denn:

- vertrauen.
er mir. ich ihm. so viel wie möglich. eifersucht halte ich zumindest als passiver teil nur sehr begrenzt aus. über meine schweige ich lieber. die muss er wiederum aushalten. in maßen;-)

- respekt.
ich muss mögen, was der andere tut. und was er sagt. und wenn ich anderer meinung bin, dann kann und will ich zuhören, bei dem, was er mir sagt. ich stelle damit natürlich implizit anprüche in hinblick auf intelligenz, empathie und neugier. und damit auch daran, wie ich gehört werde. ab und zu sollte man einander auch ernst nehmen - ...

- lachen.
ich will miteinander viel lachen können. in den "unmöglichsten situationen".

- abstand.
ich will auch "nebeneinander" allein sein können, mich in ein buch vergraben können oder zeiten zum tratschen mit freundinnen haben. oder den pc in beschlag nehmen - wenn zufällig grad nur einer da ist.

- hilfsbereitschaft.
es ist angenehm, wenn man nicht lange diskutiert, wer jetzt die vergessene butter aus dem supermarkt holt. oder wer den mist runterträgt. oder wer die wäsche aufhängt.

- gemeinsame interessen.
auch wenn einer den anderen manchmal ein wenig mehr motivieren muss. nicht alle interessen müssen gemeinsam sein, aber ohne ein paar geht es einfach nicht. wobei mich das gleich auf einen auch nicht unwesentlichen punkt bringt:

- ungefähr gleiche vorstellung, wie oft ...
auch das erleichtert vieles;-)
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Freitag, 13. März 2009

freitage, die 13.

bringen ja nicht wirklich unglück, zumindest nicht bei dem, was ich so tagaus tagein an unglücken zu untersuchen habe. am freitag wird schlicht weniger gearbeitet, da sind die leute also automatisch glücklicher.
*
mehr arbeit ist ja wiederum zur zeit eher für lehrer ein thema, die am meisten überlastete von allen fand zb. heute niemand anderen als mich, um in ihre wohnung zu fahren und nach ihrer vermeintlich verlorenen, möglicherweise aber auch vergessenen kreditkarte zu suchen, die sie - nach erfolgloser suche meinerseits - dann doch in ihrem gepäck im zug orten konnte. hat mich eh nur eineinhalb stunden und zweimal nass werden gekostet.
*
nass wiederum bin ich aber heute schon das erste mal am weg zur arbeit geworden, als sich der a. genau diesen zeitpunkt für ein wichtiges telefonat ausgesucht hat, das mich zur umkehr und dann zur umkehr der umkehr gebracht hat. also im endeffekt bin ich meinen sonst erfreulich kurzen weg zur arbeit eineinhalb mal im strömenden regen gegangen.
*
selbstverständlich bin ich auf dem weg von und zum nachmittagstermin - und das war nicht der bei meiner schwester - auch nass geworden worden, nur während des doch recht anstrengenden gesprächs blendete uns die sonne durchs fenster.
*
als wir dann am abend ins konzerthaus gefahren sind, hat es überraschenderweise geregnet.
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Dienstag, 10. März 2009

beste gre

orte

oder doch lieber der kurs in dsseldorf?

kein wunder, dass manche datenbanken immer noch durch umlaute in schwierigkeiten zu bringen sind!

beste-gre

umlaute und scharfes ß hintereinander ist aber noch gemeiner!
was denken sich die bei solchen floskeln? das kann man doch auch anders ausdrcken;-)

und die einladung hab heute nicht nur ich gekriegt. nehm ich einmal an ....
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hier fehlt was;-)

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